Fehrbach
Altes Schulhaus: Ortsbeirat mahnt eine Instandsetzung an
An der rückwärtigen Außenwand des Alten Schulhauses in Fehrbach dringe wieder Feuchtigkeit ein, schilderte Ortsvorsteher Christian Mühlbauer (CDU) zu einem Antrag der CDU-Fraktion im Beirat. Die Fraktion fordert von der Stadt eine Erhebung zur Bausubstanz und eine Sanierung. Außerdem mache sich an der Nordwest-Ecke des Hauses Efeu breit, der ebenfalls zu Fassadenschäden führen könnte.
Laut Mühlbauer hat die Verwaltung mitgeteilt, dass Angebote zur Behebung des Feuchtigkeitsschadens eingeholt werden sollen. „Da waren wir aber schon einmal“, spielte er darauf an, dass die Stadt in der Zwischenzeit nichts getan haben dürfte. Philipp Scheidel (CDU) monierte, dass die Verwaltung zu den Innenräumen nichts mitgeteilt habe. Die Toilettenanlage sei in einem schlechten Zustand. Scheidel fehlen zudem Informationen zur Leichenhalle. Hier fänden sich kaputte Fliesen, und die Türen seien verrostet.
Ideensammlung ohne Folgen
Mehr Elan bei der Planung einer Sanierung des Alten Schulhauses forderte Uschi Riehmer (SPD). Hier sollte im Innern mehr passieren. Bisher werde nur die Hülle saniert, dabei böte sich das Gebäude für viele Nutzungen an. Das war auch Gegenstand eines Studentenprojektes der Kaiserslauterer Universität aus dem Jahr 2020. „7PS“ lautete der Titel des Projektes, das Entwicklungsmöglichkeiten in allen Vororten untersuchte. Laut Mühlbauer sind dabei konkrete Ideen vorgebracht worden. Allerdings habe die Finanzierung gefehlt. „Das war nur eine Ideensammlung.“
Mühlbauer schätzt die Instandsetzungskosten auf mehr als zwei Millionen Euro. Allein der Brandschutz erfordere viel Geld. Die Treppenanlage sei so nicht mehr tragbar, und bei der Statik müsse ebenfalls nachgebessert werden, zählte der Ortsvorsteher die vielen Probleme des Altbaus auf, der 1898 errichtet wurde. Er vermisse jedoch einen Vorschlag für eine Nutzung, sagte Scheidel.
Sanierungsstau in der ganzen Stadt
Der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) verwies auf den großen Sanierungsstau bei öffentlichen Gebäuden in der Stadt. „Da ist noch viele Jahre lang zu tun“, so Zwick, der ebenfalls auf die fehlende Nutzung des Hauses anspielte, weshalb keine Notwendigkeit zu erkennen sei, dort aktuell zu investieren. Etwas anderes wäre es, wenn sich ein Arzt fände, der dort eine Praxis einrichten wolle, nannte Zwick ein Beispiel.
