Pirmasens
Alexander Pickert und Johanna Jahn beste Abiturienten am Pirmasenser Kant-Gymnasium
Neben dem Preis für das beste Abitur wurde Alexander Pickert für seine Leistungen in Deutsch, Sozialkunde und Physik ausgezeichnet, Johanna Jahn erhielt Preise für herausragende Leistungen in den Fächern Biologie und Französisch.
„Die Abiturprüfungen sind wirklich gut gelaufen und haben letztendlich den Ausschlag gegeben, dass ich bei den Punkten hauchdünn die Nase vorn hatte“, gibt sich Alexander Pickert sportlich. Ein guter Schüler sei er schon immer gewesen, sagt der 19-Jährige. Dass sein Abitur allerdings so gut ausfallen würde, damit habe er nicht gerechnet. „Ich habe mich in den Abiturprüfungen eher etwas schlechter eingeschätzt“, sagt er. Genau dort hat er nahezu die volle Punktzahl eingefahren. Zweimal 14, einmal 15 Punkte in den schriftlichen Prüfungen in den Leistungsfächern, dazu 15 Punkte im mündlichen Mathe-Abi.
Stressiges Halbjahr
Zugeflogen seien ihm die herausragenden Noten dennoch nicht. „Auf die Prüfungen habe ich mich intensiv vorbereitet und viel gelernt“, sagt er. Das letzte halbe Jahr vor dem Abitur sei schon stressig gewesen. Seine Hobbys, Fußball spielen und fotografieren, blieben dabei ziemlich auf der Strecke. Zeit gefunden hat er dennoch für die Porträts seiner Mitschüler. „Für die Abi-Zeitung, die hoffentlich irgendwann erscheint, habe ich alle Mitschüler fotografiert“, berichtet er.
Praktikum im Krankenhaus bringt die Wende
„Ich war nicht immer eine so gute Schülerin“, meint Johanna Jahn im Rückblick. Sport und Musik seien ihr lange Zeit wichtiger gewesen als das Lernen für die Schule, erzählt sie. Die Abiturientin aus Lemberg spielt noch immer Geige im Symphonieorchester in Kaiserslautern und turnt aktiv. Ein Praktikum im Pirmasenser Krankenhaus in der elften Klasse brachte für sie die schulische Wende. „Die Arbeit dort hat mir Spaß gemacht und ich wusste, wenn ich Medizin studieren will, muss ich was tun“, erzählt sie. Die Motivation dafür fand sie leicht. „Ich war eigentlich für alle Fächer zu begeistern, gerade wenn sie von den Lehrern interessant vermittelt wurden“, sagt Jahn.
„Es fehlt der gemeinsame Abschluss unserer Schulzeit“
Trotz aller Freude über das bestandene Abitur und die eigenen, hervorragenden Leistungen: Die Auswirkungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, finden beide sehr schade. Sowohl die Feier mit Freunden, der geplante Umzug und der Abi-Ball, alle Veranstaltungen wurden abgesagt. „Es fehlt der gemeinsame Abschluss unserer Schulzeit“, verdeutlicht Pickert und Jahn ergänzt: „Wenn man das Abitur-Zeugnis aus dem Briefkasten holt, ist das schon ein komisches Gefühl.“
Japan fällt ins Wasser
Bei Alexander Pickert fällt nun auch noch sein halbjähriger Auslandsaufenthalt in Japan den Einschränkungen wegen des Coronavirus’ zum Opfer. Den hatte er gemeinsam mit einem Freund geplant. „Wer weiß, ob wir das in dieser Form je nachholen können“, bedauert er. Johanna Jahn hofft, dass ihre Pläne noch zu realisieren sind. Im August soll es nach Irland, später dann weiter nach Island zum „Work & Travel“ gehen. Danach möchte sie in die USA oder nach Kanada weiter reisen. „Ich glaube, das ist wichtig, mich persönlich weiter zu entwickeln“, sagt sie. Ihr Studium, Medizin oder Psychologie, wird Jahn im Herbst des kommenden Jahres beginnen.
Alexander Pickert ist zur Zeit noch unentschlossen, was seinen beruflichen Weg angeht. Seine Interessen sind breitgefächert. Er denkt über Psychologie, Wirtschaft oder Jura nach. „Zumindest die Wahl meines Studienortes habe ich schon getroffen“, meint er lachend. Berlin soll es sein. Falls er sich doch für Jura entscheiden sollte, käme auch Heidelberg in die engere Wahl.
Die Abiturienten am Kant:
Luca Baur, Mirjam Becker, Lisa Böck, Noah Böttcher, Lisa Breith, Jennifer Buchholz, Annabelle Bühler, Lara-Sophie Cronhardt-Lück-Giessen, Marina Dahl, Jakob Dieterich, Franziska Engelhardt, Niklas Ernst, Tom Faulhaber, Nils Flöser, Daniel Franz, Anna-Lena Gampfer, Franca Gensheimer, Celine Georgi, Giulia Grünhagen, Lily Heyn, Johanna Jahn, Enya Kämmerer, Fiona Kämmerer, Emelie Klautzsch, Niklas Klemm, Ann-Kathrin Leitenberger, Luca Lieblang, Giorgina Matheis, Sophia Matheis, Jonas Melzer, Lawrence Mensing, Leon Meyer, Louis Michaeli, Alexander Pickert, Julia Rein, Angela Reinheimer, Richard Salisch, Celine Schmidt, Janneke Schmitz, Luca Schumacher, Marco Schwalbach, Marie Schwebius, Jamila Sipkar, Simeon Splittgerber, Franz Stark, Christopher Tokar, Annika Wadle, Geraldine Weber, Lea Weber, Moritz Weber.
Die Preistäger am Kant:
Hervorragende Leistungen im Bereich Alte Sprachen: Luca Lieblang; im Fach Bildende Kunst: Fiona Kämmerer; im Fach darstellendes Spiel: Franz Stark; im Fach Ethik: Lawrence Mensing; im Fach Informatik: Luca Schumacher; im Fach Physik: Alexander Pickert; im Fach evangelische Religion: Marina Dahl; im Fach katholische Religion: Annabelle Bühler; im Fach Biologie: Johanna Jahn; im Fach Chemie: Annabelle Bühler; in deutscher Sprache und Literatur: Alexander Pickert; im Fach Englisch: Lawrence Mensing; im Fach Erdkunde: Annika Wadle; im Fach Französisch: Johanna Jahn; im Fach Geschichte: Moritz Weber; im Fach Mathematik: Tom Faulhaber; im Fach Musik: Simeon Splittgerber; im Fach Sozialkunde: Alexander Pickert; beste Leistungen insgesamt: Alexander Pickert; im Fach Sport/Coubertin: Franz Stark; besonderer Einsatz für die Schulgemeinschaft: Emelie Klautzsch, Janneke Schmitz; vorbildliche Haltung und beispielhafter Einsatz: Leon Meyer.