Ringen RHEINPFALZ Plus Artikel AC Thaleischweiler richtet Landesmeisterschaften im „Exil“ aus

Ein Medaillenkandidat: Anton Groh (rechts) vom gastgebenden AC Thaleischweiler, hier mit Noah Krasniqi vom RSC Fehrbach.
Ein Medaillenkandidat: Anton Groh (rechts) vom gastgebenden AC Thaleischweiler, hier mit Noah Krasniqi vom RSC Fehrbach.

Die Handballer des TV Thaleischweiler haben dafür gesorgt, dass Landesmeisterschaften im Freistilringen ausnahmsweise an einem Sonntag ausgetragen werden.

Warum richtet der AC Thaleischweiler die Jugend-Landesmeisterschaften im Freistilringen am Sonntag in der Contwiger IGS-Halle und nicht in der Athletenhalle des ACT oder der Sporthalle der IGS Thaleischweiler-Fröschen statt?
Die vereinseigene Halle ist für Rheinland-Pfalz-Meisterschaften zu klein. Die große Sporthalle der IGS Thaleischweiler-Fröschen ist seit längerem wegen eines Wasserschadens gesperrt. Ursprünglich waren die Meisterschaften für Samstag, 8. Februar, terminiert. „Samstags wäre die Ausrichtung überhaupt nicht möglich gewesen, weil an diesem Tag die Contwiger Halle komplett durch mehrere Handballspiele des TV Thaleischweiler belegt ist. Wir haben schließlich von der Arbeitsgemeinschaft Ringen grünes Licht für Sonntag erhalten“, informiert Reiner Kaufmann, der erste Vorsitzende des AC Thaleischweiler. Er erinnert daran, dass der Verein 2023 die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im griechisch-römischen Stil in der Pirmasenser Kirchberghalle ausgerichtet hat. Im vergangenen Jahr sollten die Freistil-Landesmeisterschaften in Thaleischweiler stattfinden. Weil die Sporthalle der IGS Thaleischweiler-Fröschen nicht genutzt werden konnte, musste der ACT passen. Die Meisterschaften fanden schließlich in Bad Kreuznach statt.

Wie viele Teilnehmer werden insgesamt erwartet, welche Vereine aus der Südwestpfalz sind am Start?
Insgesamt werden aus ganz Rheinland-Pfalz 19 Vereine antreten. „Die teilnahmestärksten Vereine sind der AC Thaleischweiler, die WKG Metternich Boden und die ASV Mainz 88 mit jeweils 25 angemeldeten Nachwuchsringern von der E- bis zur A-Jugend“, informiert Kaufmann. Vom AV 23 Pirmasens sind fünf, vom RSC Pirmasens-Fehrbach sechs und von der ASV Pirmasens elf Freistilringer angemeldet. Insgesamt rechnet Kaufmann mit rund 200 Athleten, die um Rheinland-Pfalz-Meister-Titel in den unterschiedlichen Alters- und Gewichtsklassen kämpfen.

Was ist organisatorisch zu stemmen?
Jede Menge. Da der komplette Aufbau erst am Sonntagmorgen erfolgen kann, ist Schnelligkeit das Gebot der Stunde. Der ACT hat ein striktes Zeitfenster erstellt, damit rechtzeitig zum Wiegen ab 9.30 Uhr alles aufgebaut ist. Kaufmann: „Wir haben einen 15 Personen umfassenden Verladetrupp zusammengestellt. Sämtliche Matten, Tische, Stühle und anderes Material müssen in Thaleischweiler verladen werden. In Contwig ist ja nichts vorhanden.“ Der zweite Trupp, etwa 20 Helfer, baut am frühen Sonntagmorgen auf. Drei Mattenflächen, das sind 120 einzelne Mattenteile, müssen in Form gebracht werden, jeder Tisch, jeder Stuhl muss aufgestellt werden. Andere Vereinsmitglieder sind mit der Auswertung am Laptop und der Verköstigung der Athleten und Gäste beschäftigt. „Langeweile wird nicht aufkommen“, ist sich Kaufmann sicher.

Welche Lokalmatadore haben Titelchancen?
Vom AC Thaleischweiler kämpfen die Brüder Alexander und Anton Groh um Podestplätze. Beide sind im Januar in Thaleischweiler Pfalzmeister im griechisch-römischen Stil geworden. Auch Robert Walter gehört als amtierender Pfalzmeister zum Favoritenkreis.

Wie sind die Regularien?
Gekämpft werden zwei Runden à zwei Minuten. Dazwischen ist eine Minute Pause.

Werden am Sonntag in Contwig die Teilnehmer an den deutschen Meisterschaften ermittelt?
Diese Meisterschaften werden von den Landestrainern herangezogen, um herauszufinden, wer für die Teilnahme an deutschen Meisterschaften infrage kommt. Aber auch Sichtungslehrgänge spielen bei der Nominierung eine Rolle.

Gibt es Besonderheiten?
Für den Einmarsch hat sich der Gastgeber etwas einfallen lassen. Jeder der 19 teilnehmenden Vereine erhält eine Art Vereinsschild, das ein Vertreter beim Einzug trägt. „So ist es auch bei deutschen Meisterschaften“, merkt ACT-Boss Kaufmann an. Die Vereinsschilder werden in Richtung der Zuschauertribüne gehalten.

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