Pirmasens Abspann: Synchronsprecher

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Ein Synchronsprecher muss gewöhnlich die Dialoge in fremdsprachigen Filmen ins Deutsche vertonen. Neben Animationsfilmen werden Synchronsprecher auch in deutschen Filmen und Werbespots eingesetzt, um zum Beispiel undeutliche oder dialektal gefärbte Stimmen der Schauspieler nachzuvertonen („post dubbing“), oder um Fehler in der Aufnahme auszubessern. In Deutschland werden fast alle fremdsprachigen Filme synchronisiert. In vielen anderen Ländern werden dagegen Untertitel bevorzugt. Synchronstudios existieren vor allem in Berlin, Hamburg und Köln. Synchronsprecher sind meist selbst Schauspieler, die eine Sprechausbildung durchlaufen haben; fehlerloses Hochdeutsch ist die wichtigste Voraussetzung. Die größte Herausforderung besteht in der Lippensynchronizität, der exakten Lippenbewegung, mit den Originalschauspielern. Der Synchronsprecher muss, ohne sich zu bewegen, deren Verhalten und Emotionen transportieren. Doch egal wie nahe er dem Original kommt: Synchronisation ist immer auch Interpretation. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen die Synchronisation den Charakter eines Filmes völlig veränderte; am bekanntesten ist der Fall des Filmklassikers „Casablanca“. Der Antinazi-Politkrimi wurde aufgrund der deutschen Synchronisation in der Nachkriegszeit zunächst für eine harmlose Romanze gehalten. Und Bruce Willis kämpft in der deutsch synchronisierten Fassung von „Stirb langsam“ nicht etwa gegen das „Radical West-German Volksfrei Movement“, sondern gegen Bösewicht „Jack“. Manche lahme Serie wurden erst durch die flotte Synchronisation zum Hit, etwa „Die Zwei“ mit Roger Moore und Tony Curtis. Selten werden Synchronsprecher selbst berühmt; das bekannteste Beispiel ist Christian Brückner, seit 1974 die Stimme von Robert De Niro. Brückner ist auch Schirmherr des Liliput-Preises, mit dem herausragende Filmsynchronisationen ausgezeichnet werden. (chy)

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