MEINE JOGGINGRUNDE (Teil 1) RHEINPFALZ Plus Artikel Abschluss-Abkühlung im Bach: Mit Mark Weidler zwischen Rodalben und Clausen unterwegs

Mark Weidler (links) und Lorena Meyer mit Husky-Hündin Nanouk beim Joggen im Clauser Tal, begleitet von RHEINPFALZ-Mitarbeiter M
Mark Weidler (links) und Lorena Meyer mit Husky-Hündin Nanouk beim Joggen im Clauser Tal, begleitet von RHEINPFALZ-Mitarbeiter Michael Elig (rechts).

Zu Beginn unserer neuen Serie haben wir gleich drei Laufpaten, die mit RHEINPFALZ-Mitarbeiter Michael Elig eine ihrer Lieblingsstrecken joggen: Mark Weidler aus Waldfischbach-Burgalben, zweimaliger Gewinner des Pfälzerwald-Marathons, seine Freundin Lorena Meyer und ihre Hündin Nanouk. Sie haben einen Kurs zwischen Rodalben und Clausen ausgewählt.

Mark Weidler, der in den vergangenen Jahren den Wasgaucup dominierte, hat im Marathon eine Bestzeit von 2:28 Stunden stehen. Lorena Meyer, seine 29-jährige Freundin, begleitet ihn bei fast allen Wettkämpfen. Heute schnürt die Rodalberin auf ihrer Hausstrecke ebenfalls die Laufschuhe. Der dritte Laufpate ist Husky-Hündin Nanouk. „Lass uns erst mit Nanouk kurz an die Rodalb gehen, baden, sonst krieg’ ich sie nicht zum Laufen motiviert“, erklärt die künftige Gymnasiallehrerin für Erdkunde und Biologie schmunzelnd. Gesagt, getan. Nach einem ausgiebigen Naturbad bei 33 Grad Hitze starten wir.

Ausgangspunkt unseres Rundkurses ist der Parkplatz an der L 497 zwischen Rodalben und Münchweiler, kurz vor der Steinmauer. In gemütlichem Tempo laufen wir auf dem rechten von zwei Wegen, an der Stirnseite des Parkplatzes am Pfosten 52 beginnend, in Richtung Clauser Tal auf dem Felsenwanderweg. Es geht stetig, jedoch mäßig bergauf.

Mit Freundin und Hündin mal eine kürzere Distanz

Weidler erzählt mir, dass sein üblicher Umfang bei Trainingsläufen acht bis 30 Kilometer betrage. Die meisten Einheiten spule er alleine ab. „Ich freue mich über jede Abwechslung, mit anderen zu joggen macht mir Spaß“, sagt der 30-jährige Bauingenieur aus Waldfischbach-Burgalben, der für den TuS Heltersberg startet. Für den Lauf mit Freundin, Hündin und RHEINPFALZ hat er eine kürzere Distanz ausgewählt.

Inzwischen führt Lorena Meyer unsere kleine Laufgruppe an und biegt nach etwa 350 Metern vom Weg nach rechts ab in einen recht steilen, felsigen Trail. Wir bewegen uns immer noch auf dem markierten Felsenwanderweg. Topläufer Weidler fällt zurück – Nanouk musste einem Bedürfnis nachkommen ...

Weidler läuft oft im Clauser Tal

Bei seiner sehr kurzen Aufholjagd erahnt man, wie schnell der smarte Läufer, bekannt für sein Lächeln auch bei noch so anstrengendsten Wettkämpfen, laufen kann. „Ich jogge oft von Waldfischbach nach Rodalben durch das Clauser Tal“, erzählt Weidler. Er spricht da von „Füll-Läufen“, soll heißen, es geht vor allem darum, Wochenkilometer zu absolvieren. Das junge Paar renoviert derzeit sein vor kurzem erworbenes Eigenheim im Rodalber Stadtteil Neuhof, und wenn die beiden von Waldfischbach-Burgalben, dem bisherigen Wohnort Weidlers, nach Rodalben pendeln, schnürt er die Laufschuhe, um die 14 Kilometer über Donsieders und Clausen joggend zurückzulegen.

Felsenwanderweg fordert Konzentration

Zurück zur heutigen Laufstrecke: Die Laufuhr zeigt 1,5 Kilometer Distanz an, als wir den höchsten Punkt erreichen. Es ist ein markantes Wegstück an der Einmündung rechts in Richtung Clausen. „Hier laufe ich normalerweise hoch“, merkt Weidler an, während seine Freundin, immer noch unsere Gruppe anführend, geradeaus weiter joggt. Die Steigung, das hügelige Gelände auf dem Felsenwanderweg, fordert zwar etwas Konzentration, aber bei entsprechend langsamem Tempo ist es auch für Laufanfänger zu schaffen, immer unter dem Aspekt: „Gehen ist auch eine Option.“

Nach gut 2,4 Kilometern stößt der Felsenwanderweg auf einen Hauptweg. Wir bleiben kurz stehen. An sich wollten wir hier auf dem Felsenwanderweg weiterlaufen, das wären noch rund drei Kilometer, aber wir kürzen angesichts der Schwüle und Nanouk zuliebe ab und laufen nach links entlang des Schildes „Mountainbikepark Pfälzerwald“. Auf einem großen, breiten Weg joggen wir die restlichen zwei Kilometer auf leicht abschüssigem Terrain mit kurzem Anstieg am Ende zum Ausgangspunkt zurück.

Mark Weidler erzählt von seinen Triathlon-Plänen. Drei Wettbewerbe habe er 2019 schon gewissermaßen zum Schnuppern absolviert. Die Corona-Pandemie und damit eine unfreiwillige Wettkampfpause haben weitere Starts verhindert.

„Cool-down“ im Bachwasser

Am Parkplatz angekommen, begleiten wir Nanouk nochmals zur Rodalb und sehen der Hundedame zu, wie sie die Kühle des Baches genießt, während wir uns unserer Laufschuhe entledigen und im wahrsten Sinne des Wortes ein „Cool-down“ im Bachwasser erleben. Die wenigen Kilometer zum Neuhof legt Weidler joggend zurück, während Freundin Lorena und Nanouk das Auto bevorzugen.

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