Pirmasens 34.000 Euro Spenden gehen über den Förderverein ans Krankenhaus
Die bisher größte Spendensumme seit seiner Gründung stellte am Donnerstag der Förderverein Patientenforum dem städtischen Krankenhaus zur Verfügung: Mehr als 34.000 Euro gab es für die Studentenförderung und Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus leisteten die „Grünen Damen und Herren“ 3100 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im zu Ende gehenden Jahr.
„Die soziale Schieflage gibt einem zu denken“, mahnte der Fördervereinsvorsitzende Rigo Meyer. Das Ehrenamt habe deshalb Hochkonjunktur und sei gefordert wie noch nie. Wenn es das Patientenforum nicht gebe, wäre es jetzt höchste Zeit, den Verein zu gründen.
25.200 Euro kommen der Studentenförderung zugute. Für diese Summe sind eine Stiftung, die anonym bleiben möchte (9000 Euro), ein privater Spender (3000 Euro), Lions Club und VR-Bank (je 3600 Euro) sowie die Sparkasse Südwestpfalz und die Stiftung zukunftsfähige Südwestpfalz (jeweils 3000 Euro) verantwortlich. Um dem Ärztemangel zu begegnen, fördert das Krankenhaus schon seit Jahren Medizinstudenten mit 500 Euro pro Monat, die sich verpflichten, nach ihrem Abschluss mindestens drei Jahre in Pirmasens zu arbeiten. Derzeit werden auf diese Weise zehn Studierende unterstützt.
In Wundheilung-Weiterbildung investiert
Einen wesentlichen Beitrag zu mehr Menschlichkeit im Krankenhaus leisten die „Grünen Damen und Herren“, die, so Meyer, aus dem Krankenhaus längst nicht mehr wegzudenken seien. In der heutigen Zeit gehe gerade dieser Aspekt oft unter, weshalb nicht nur die Patienten, sondern auch die Direktion und das Personal dankbar seien für die ehrenamtliche Arbeit dieser freiwilligen Helfer. 3100 ehrenamtlich geleistete Stunden im Jahr 2024 hätten beim Vergleich „mit drei Halbtagskräften in der unteren Lohngruppe“ einen Gegenwert von 54.000 Euro, rechnete Meyer vor.
Schließlich investierte der Förderverein auch in die Weiterbildung des Personals auf dem Gebiet der Wundheilung. Pflegedirektor Bernd Henner: „Die größte Berufsgruppe Pflege hat natürlich einen enormen Fort- und Weiterbildungsbedarf.“ Durch die Spezialisierung sei eine noch bessere Behandlung der Patienten möglich.
Forster: Mit Engagement ein Zeichen setzen
Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Forster bestätigte, dass gerade Hilfen wie die Studentenförderung große Wirkung zeigten. Dass die „Grünen Damen und Herren“ sich um die Patienten kümmerten, mache ebenfalls einen signifikanten Unterschied. Neben dem Geld, das gespendet worden sei, gehe es auch darum, mit Engagement ein Zeichen zu setzen. Das gelte auch für die Stipendiaten, denen es nicht nur ums Geld gehe, sondern die auch eine Überzeugung hätten. „Es tut mir auch gut, wenn wir nicht nur für Zahlen, Daten und Fakten da sind, sondern auch mal Mensch sein können.“