Pirmasens 2:1-Sieg gegen Hauenstein II reicht: SC Weselberg ist schon Meister
«Weselberg.»Der SC Weselberg ist Meister der Fußball-Bezirksliga Westpfalz. Der SCW überholte am Donnerstagabend durch ein 2:1 (0:1) gegen den TV/SC Hauenstein II wieder den VfR Kaiserslautern und erfuhr am Freitagmorgen, dass sein Gegner am letzten Spieltag, die bereits abgestiegene SG Rieschweiler II, definitiv nicht antritt. Wie Bezirksliga-Leiter Reiner Ehrgott auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigte, erhält Weselberg die drei Punkte kampflos und steht daher mit mindestens zwei Punkten Vorsprung als Meister fest. Aufsteigen wird allerdings der VfR, da der SCW – wie berichtet – nicht in die Landesliga West hochrücken möchte.
„Wir sind jetzt bei insgesamt 21 Ausfällen inklusive AH-Spieler, die ausgeholfen haben. Vorigen Dienstag bei der 0:5-Niederlage gegen die TSG Kaiserslautern hatten wir bereits das allerletzte Aufgebot. Und da haben sich noch mal drei Spieler verletzt“, informierte Rieschweilers Sportvorstand Tobias Weis. Gesunde Zweitmannschaftsspieler gebe es aktuell nur noch vier oder fünf. Der eine oder andere müsse noch beim Spiel des Verbandsligateams heute in Alzey aushelfen und sei dann auch noch festgespielt. Weis: „Dann wird die Situation noch schwieriger. Wir hätten das letzte Spiel gern noch gespielt. Aber es macht keinen Sinn, mit sechs oder sieben Spielern nach Weselberg zu fahren.“ Weselbergs Trainer Attila Baum bedauert, dass sein Team die Meisterschaft nicht auf dem Platz klarmachen kann. „Das ist natürlich blöd. Ich habe auch angeboten, dass wir zehn gegen zehn spielen können. Aber ich habe auch Verständnis für die Situation Rieschweilers“, sagte Baum, dessen Team selbst oft personell arg gebeutelt wurde. Zum Glück habe die zweite Mannschaft am Sonntag noch ein Spiel. Da wird dann gefeiert. Vor dem Nachholspiel am Donnerstagabend wusste Baum nach eigenen Worten bereits, dass die Partie gegen Rieschweiler II auf der Kippe stand, teilte dies seiner Mannschaft aber erst nach dem Abpfiff mit: Die Gäste, denen nach der Niederlage der Abstieg droht, gingen bereits in der fünften Minute nach einem Fehler im Weselberger Aufbauspiel durch ein Tor des bereits mehrfach im Verbandsligateam eingesetzten A-Juniors David Jung in Führung. „Bis zur Pause taten wir uns sehr schwer. In der Halbzeit gab es dann einen Einlauf. Nach dem Wechsel waren wir klar dominant“, erzählte Baum. In der 50. Minute glich Weselbergs Michael Treinen vor 100 Zuschauern aus. Nach 77 Minuten gelang Kevin Büchler mit seinem 45. (!) Saisontreffer das 2:1 für Weselberg. Aus der Bezirksliga müssen vier Mannschaften absteigen. Um noch mittels eines oder mehrerer Entscheidungsspiele auf den sicheren fünftletzten Rang springen zu können, müssen für den aktuell auf dem drittletzten Platz liegenden TV/SC Hauenstein II gleich drei Dinge eintreffen. Ein eigener Sieg am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) beim SV Hermersberg ist die Grundvoraussetzung. Dann darf der Tabellendreizehnte, der FV Weilerbach, beim TuS Steinbach zumindest nicht gewinnen. Und der Zwölfte, die TSG Kaiserslautern, müsste ihr Heimspiel gegen den VfR Kaiserslautern verlieren. Dann wären Hauenstein und die TSG punktgleich. Bei einem Unentschieden von Weilerbach dieses Team ebenfalls. In diesem Fall wäre eine Abstiegsrunde dieser drei Mannschaften notwendig. „Es ist nicht sehr realistisch, an diese Konstellation zu glauben. Ich denke, wir müssen mit der A-Klasse planen“, sagte der Sportvorstand des TV Hauenstein, Alexander Meyer. Für den Verein sei der Abstieg nach fünf Bezirksligajahren aber kein Beinbruch. Vielleicht sei es sogar von Vorteil, da ein personeller Aderlass bewältigt werden müsse. Am 26. Mai 2013 verließ Hauenstein nach einem 8:2 am letzten Spieltag gegen den FK Clausen die A-Klasse als Meister. Trainer damals wie auch jetzt ab der kommenden Runde: Wolfgang Flick. Torschützenkönig der A-Klasse mit 27 Treffern war damals übrigens Hauensteins Angreifer Thorsten Riggers, der nach dieser Runde in die Verbandsligamannschaft des SC Hauenstein wechselt. Bereits heute (Anstoß: 18 Uhr) verabschiedet sich das sieglose Schlusslicht FC Dahn mit dem Wasgauderby gegen den SV Hinterweidenthal in die A-Klasse.