Pirmasens Kommentar: Das Verhalten der Verantwortlichen bei der Sparkasse Südwestpfalz ist beschämend

140 Demonstranten zogen am Freitag durch Pirmasens.
140 Demonstranten zogen am Freitag durch Pirmasens.

Die Verantwortlichen der Sparkasse Südwestpfalz haben den Ernst der Lage nicht erkannt. Ihr Verhalten ist beschämend.

Man kann zu den Forderungen der Demonstranten stehen, wie man will – aber ernst nehmen sollte sie die Sparkasse Südwestpfalz auf jeden Fall. Das waren keine Wutbürger, die vor der Bankzentrale ihrem Unmut Luft gemacht haben, sondern langjährige und treue Kunden. Es müsste eine Selbstverständlichkeit sein, sie auch so zu behandeln. Rund um Heltersberg hat die Sparkasse nach eigenen Angaben 1100 Kunden. Die zahlen jährlich eine fünfstellige Summe allein an Kontoführungsgebühren. Es kann nicht sein, dass diese Menschen einfach ignoriert werden. „Als Mensch und Kunde stehen Sie bei uns im Mittelpunkt.“ Das schreibt die Sparkasse Südwestpfalz auf ihrer Homepage. Die Demonstranten werden diesen Worten nur noch wenig Glauben schenken. Für sie müssen sie wie inhaltsleeres Marketingsprech klingen.

Die Krisenkommunikation der Sparkasse Südwestpfalz ist ein Desaster. Warum wagt sich kein Mitglied des zweiköpfigen, gut dotierten Sparkassenvorstandes vor die Tür, um mit den demonstrierenden Kunden zu sprechen? Warum stellt sich Landrätin Susanne Ganster (CDU) als Verwaltungsratsvorsitzende nicht den Fragen der Bürger? Ja, es ist Ferienzeit. Aber in Krisenzeiten kann man von Politikern und Bankvorständen erwarten, den Urlaub abzubrechen – oder zu unterbrechen –, um die Situation zu beruhigen. Das Verhalten der Verantwortlichen ist ein Schlag ins Gesicht all der treuen Kunden. Niemand muss sich wundern, wenn die sich nun von der Sparkasse abwenden.

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