Kusel / Kaiserslautern Wegen Inzidenzberechnung: Spahn konferiert mit den Landräten
Seit Wochen gibt es Kritik an der Praxis der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz durch das Robert-Koch-Institut (RKI). Nun ist für den 1. Juni eine Videokonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Gebhardt sowie den Oberbürgermeistern und den Landräten der betroffenen Kreise vorgesehen, bei der Lösungsansätze diskutiert werden sollen. Darüber informierte SPD-Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog, der sich in dieser Angelegenheit bereits im April an Spahn gewandt hatte.
Hintergrund ist, dass das RKI bei der Bemessung der Inzidenz lediglich die gemeldeten Infektionen der hier lebenden Angehörigen der US-Streitkräfte mitzählt. Bei den Einwohnerzahlen werden sie aber nicht berücksichtigt. Die daraus resultierenden Verzerrungen führten dazu, dass beispielsweise der Kreis Kusel überhaupt erst von der Bundes-Notbremse betroffen war.