Pfalz-Ticker „Virusübertragung durch Tennisball ist nicht möglich“
In einem Interview mit der RHEINPFALZ sagt Thomas Knieriemen, Geschäftsführer des Tennisverbandes Pfalz, dass eine Virusübertragung durch einen Tennisball nicht möglich sei. Die habe ihm der Deutsche Tennisbund (DTB) mitgeteilt. Der DTB berufe sich auf Erkenntnisse von Medizinern. Dennoch halte der Tennisverband Pfalz an seinen Empfehlungen und Regeln fest, die am vorigen Wochenende herausgegeben wurden. Seit dieser Woche darf in Rheinland-Pfalz wieder Tennis gespielt werden. Derzeit darf nur in drei Bundesländern Tennis gespielt werden. „Darauf sind wir stolz, und wir werden das Vertrauen, das die Politik uns entgegenbringt, auch erfüllen. Doch als Geschäftsführer des Tennisverbandes Pfalz bin ich in einer Alarmfunktion“, sagt Knieriemen. Er betonte, dass die Ordnungsämter schon mehrmals Tennisanlagen kontrolliert hätten. „In Landau waren sie an einem Tag dreimal vorbeigekommen“, sagt Knieriemen.
Doch normale Medenrunde?
Derzeit arbeitet der Tennisverband Rheinland-Pfalz an Modellen, wie die Medenrunde aussehen könnte. Aktuell kursiert das Modell eine Wettkampfrunde ohne Auf- und Absteiger. Nur die Leistungsklassen-Punkte werden gesammelt. „Es gibt nun neue Bedingungen und Termine. Nicht alle Spieler sind an einer Medenrunde zu einem späteren Zeitpunkt interessiert. Bis zum 7. Juni sind zum jetzigen Zeitpunkt alle Wettkämpfe verboten. Dann müssen wir sehen, was bis dahin von der Politik entschieden wird. Theoretisch könnten wir von der Pfalzliga bis in die C-Klasse mit einer modifizierten Medenrunde ab dem 8. Juni loslegen. Aber wir wollen eine einheitliche Regelung für den gesamten Tennisverband Rheinland-Pfalz entwickeln. Da zählen die Verbands- und Oberligen hinzu. Wir werden unseren Vereinen ein Angebot machen. In zwei bis drei Wochen wollen wir die Angebote präsentieren“, erläutert Knieriemen.
Bald wieder Turniere möglich?
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir im Juni oder Juli große Turnier austragen werden. Nicht alle der 800 angemeldeten Turniere in unserem Verband werden stattfinden. Wir müssen abwarten. Die Jugend-Pfalzmeisterschaften sind verschoben. Wenn die Wettkampfrunde läuft und wir sehen, dass wir diese gut über die Bühne bekommen, dann wollen wir manche Verbandsturniere nachholen. Aber wir wollen auf keinen Fall den bestehenden Turnierplan unserer Vereine beeinträchtigen. Lieber sagen wir eines der Verbandsturniere ab“, stellt Knieriemen klar.