Rheinland-Pfalz Viele Waldwege bei Holzabtransport beschädigt

Viele Waldwege sind nach dem Holzabtransport in schlechtem Zustand.
Viele Waldwege sind nach dem Holzabtransport in schlechtem Zustand.

Keine Freude für Waldbesucher: Der Abtransport von viel Schadholz in den vergangenen regenreichen Monaten hat viele Forst- und Wanderwege in Rheinland-Pfalz beschädigt. Tiefe Furchen und Spurrillen haben sich gebildet. Dürre, Borkenkäfer, Stürme - 2018 und 2019 waren für Bäume Katastrophenjahre. „Bei Gewichten von über 40 Tonnen je Lkw-Zug und einer nassen und feuchten Witterung bleiben Wegeschäden unausweichlich“, teilte das rheinland-pfälzische Forstministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Holztransporte im vergangenen Herbst und Winter mit. Nun scheint oft die Frühlingssonne und viele Furchen sind längst trocken. Wanderer und Mountainbiker können sie immer noch behindern.

Ministeriumssprecherin Magdalena Fröhlich erklärte: „Angesichts der extremen Ausbreitung des Borkenkäfers aufgrund der Dürre mussten in den vergangenen beiden Jahren so viele Bäume wie noch nie notgeerntet werden.“ 2018 seien es landesweit eine Million Festmeter (Kubikmeter) und 2019 sogar drei Millionen Festmeter Nadelholz gewesen. Hinzu gekommen seien vertrocknete Bäume und Opfer von Baumkrankheiten wie dem Eschentriebsterben oder der Rußrindenkrankheit bei Ahornbäumen.

Fröhlich betonte, Käferholz müsse rasch aus dem Wald geschafft werden, „damit sich der Borkenkäfer darin nicht vermehrt und weitere Bäume angreift“. Andernfalls könnten weitere Kahlflächen im Wald entstehen - und „ein Waldweg ohne Wald“.

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