USA Trump-Impeachment: Schlussworte haben begonnen

Szene aus dem Senat am Samstag in Washington.
Szene aus dem Senat am Samstag in Washington.

Der für Samstagabend deutscher Zeit erwartete Freispruch von Ex-US-Präsident Donald Trump im laufenden Impeachment-Prozess ist aufgeschoben, könnte aber noch an diesem Wochenende passieren. Um kurz vor 19 Uhr begannen die Schlussworte von Anklage und Verteidigung. Im Anschluss der bis zu vier Stunden langen Plädoyers sollte das finale Votum folgen.

Den Schlussreden ging einige Aufregung voran. Chefankläger Jamie Raskin beantragte um kurz nach 16 Uhr, doch noch Zeugen laden zu wollen. Der Senat stimmte dem Antrag mit 55 zu 45 Stimmen zu.

Fünf Republikaner sprachen sich neben 50 Senatoren der Demokraten-Partei von Präsident Joe Biden am Samstagnachmittag deutscher Zeit für eine Zeugenbefragung aus. Anlass des Votums war der Antrag der Anklage, Jaime Herrara Beutler aus dem Staat Washington als Zeugin zu laden. Sie hatte zuvor öffentlich gegenüber mehreren Medien über ein Telefonat berichtet, welches der Republikaner-Fraktionschef Kevin McCarthy während des Aufruhrs am 6. Januar mit Trump führte.

Demnach unterstützte Trump ausdrücklich die Stürmung des Kongresses durch seine Anhänger. McCarthy soll Trump gebeten haben, den Mob zur Ordnung zu rufen. Der Präsident habe gesagt: „Nun, Kevin, es sieht so aus, dass diese Leute sich mehr über die Wahl (vom November) aufregen als du.“ Trump behauptet bis heute, er habe die Präsidentenwahl durch Betrug verloren und tatsächlich einen „Erdrutschsieg“ gefeiert.

Schließlich wurde Herrera Beutlers Aussage lediglich verlesen. Trumps Anwälte stimmten dem zu. Trump selbst hatte abgelehnt, für das Verfahren befragt zu werden.

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