Bayer AG Streit um Glyphosat belastet Aktie

Kämpft mit Klagen in den USA wegen Glyphosat.
Kämpft mit Klagen in den USA wegen Glyphosat.

Der Rechtsstreit der Bayer AG um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat geht nach einer Gerichtsschlappe in den USA in eine neue Runde. Nachdem der zuständige Richter einem wichtigen Teil eines Vergleichs erneut eine Absage erteilt hat, versucht der Agarchemie- und Pharmakonzern das Risiko künftiger Klagen nun auf einem anderen Weg zu handhaben. Bayer plane nun einen Fünf-Punkte-Plan, teilte Konzernchef Werner Baumann mit.

Der zuständige Richter Vince Chhabria hatte am Mittwoch einen Antrag zum Umgang mit künftigen Klagen abgelehnt. Der angestrebte Kompromiss für insgesamt zwei Milliarden US-Dollar hätte einen Schlussstrich unter das rechtliche Glyphosat-Debakel ziehen sollen. Chhabria monierte, dass der Lösungsvorschlag für die Nutzer des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup unangemessen sei, die derzeit noch nicht an einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems leiden.

Bayers Aktienkurs knickte am Donnerstagvormittag um gut vier Prozent auf 52,6 Euro ein. Vor der ersten Schlappe in einem Glyphosat-Prozess im Jahr 2018 hatte eine Bayer-Aktie noch gut 93 Euro gekostet.

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