USA Streit um Einreisesperren

Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump endet an diesem Mittwoch.
Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump endet an diesem Mittwoch.

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem Amtsende einen Streit über die Corona-Einreisesperren für Europäer vom Zaun gebrochen. Der scheidende US-Präsident Donald Trump kündigte ein Ende der zuvor von ihm selbst verhängten Einreiseverbote an. Voraussetzung sei ein negativer Corona-Test. Trumps Nachfolger Joe Biden erteilte dem Vorhaben umgehend eine Absage.

Das Weiße Haus erklärte am Montagabend (Ortszeit), Reisende aus dem Schengen-Raum, Großbritannien, Irland und auch Brasilien dürften ab dem 26. Januar wieder in die USA einreisen. Bidens Sprecherin Jen Psaki entgegnete darauf im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Beschränkungen sollten nicht aufgehoben werden. Vielmehr sollten die Sicherheitsmaßnahmen bei internationalen Reisen noch verstärkt werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um Beschränkungen bei internationalen Reisen aufzuheben“, erklärte Psaki und verwies auf die Verschlimmerung der Pandemie und das Auftreten noch ansteckenderer Virusvarianten.

USA verzeichnen über 24 Millionen Ansteckungen

Die USA hatten am 11. März des vergangenen Jahres Einreiseverbote für Reisende verhängt, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Schengen-Raum – also auch in Deutschland – aufgehalten hatten. Drei Tage später wurde dies auf Großbritannien und Irland ausgeweitet, im Mai dann auf Brasilien. Die Maßnahme hat bis heute Bestand, es gibt aber eine Reihe von Ausnahmen. Einreiseverbote gelten auch für Reisende aus China und dem Iran.

Die USA sind das Land mit der höchsten Zahl der registrierten Corona-Infektionen und -Todesfälle weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 24 Millionen Ansteckungen und fast 400.000 Tote verzeichnet.

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