Speyer / Bingen / Mainz Städte in Reinland-Pfalz setzen Beiträge für Kinderbetreuung aus

5fa0c80060575c63

Nach den Kita- und Schulschließungen wegen des Coronavirus befreien mehrere Städte in Rheinland-Pfalz die Eltern von Beiträgen und Verpflegungskosten für bestimmte Betreuungseinrichtungen. Die Stadt Mainz teilte mit, dass man einen Monat pauschal die Beiträge für die städtischen Krippen, Horte und die Verpflegung in Kindertagesstätten aussetzen werde. „Die weiteren Entwicklungen werden wir genau beobachten und dann entscheiden, ob wir diese Phase verlängern werden“, teilte Sozialdezernent Eckart Lensch mit. „Damit setzen wir ein Zeichen und danken den Eltern, die diese Ausnahmesituation in unserer Stadt mittragen.“

In Speyer entfallen die Elternbeiträge für Krippen- und Hortbetreuungen sowie die Verpflegungskosten für Kitas pauschal für alle Eltern, deren Kinder in Kindertagesstätten in kommunaler oder freier Trägerschaft betreut werden, zunächst für einen Monat. Das hat der Stadtvorstand beschlossen. „Es ist uns wichtig, ein Zeichen zu setzen und den Eltern dafür zu danken, dass sie Verständnis zeigen und diese besondere Situation mittragen“, teilte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler mit.

Städtetag hält sich zurück

Seit 2010 ist der Besuch von Kindertagesstätten für Kinder ab zwei Jahren in Rheinland-Pfalz kostenlos. Für Krippen, Horte und Tagespflegestätten sowie die Betreuung von unter Zweijährigen fallen jedoch üblicherweise Gebühren an.

Von der Stadt Bingen hieß es, man wolle in Zeiten der Corona-Pandemie die Eltern nicht noch zusätzlich belasten. Deshalb habe die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Gebühren für April nicht abzubuchen. Das gelte für alle Kita- und Hortbeiträge, Beiträge für die betreuenden Grundschulen sowie für Beiträge für die Verpflegung. Eine Regelung für bereits gezahlte Beträge für den Monat März werde noch getroffen.

Der Städtetag Rheinland-Pfalz hielt sich mit einer Empfehlung an die Kommunen zurück. Die Kommunen stünden in diesen Zeiten vor vielfältigen Herausforderungen und Einzelproblemen, teilte eine Sprecherin mit. „Die gesamten Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Allgemeine Handlungsempfehlungen für diesen Bereich gibt es daher von Seiten des Städtetages nicht.“

Mehr zum Thema

x