Kusel-Altenglan Schwarzarbeit: Zoll deckt zehn Verstöße auf Glasfaser-Baustellen auf

Unter anderem in Rammelsbach arbeiten Bautrupps, um Rohre für Glasfaser zu verlegen.
Unter anderem in Rammelsbach arbeiten Bautrupps, um Rohre für Glasfaser zu verlegen.

Der Zoll hat am Donnerstag Baustellenkontrollen mit Verdacht auf Schwarzarbeit in der Verbandsgemeinde (VG) Kusel-Altenglan durchgeführt. Laut Hauptzollamt besaßen zehn Personen keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis und hielten sich somit unerlaubt in Deutschland auf. Das wurde am Mittwoch mitgeteilt. Wie der Wirtschaftsförderer der VG, Marcel Keidel, der RHEINPFALZ sagte, fanden die Kontrollen bei den Bauarbeiten zur Glasfaser-Verlegung statt.

Laut Zoll wurden 27 Arbeitnehmer bei Tiefbauarbeiten angetroffen und zu ihren Beschäftigungsverhältnisse befragt. Beim Arbeitgeber wurden später außerdem mehrere Verstöße gegen das Steuerrecht, das Sozialversicherungsrecht und das Handwerksrecht festgestellt. Mehrere Straf- und Bußgeldverfahren werden nun eingeleitet. Die Verantwortlichen müssten bei einer Verurteilung mit erheblichen strafrechtlichen und bußgeldrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Bürger melden lange Arbeitszeiten

Wie Keidel auf RHEINPFALZ-Anfrage berichtete, gab es mehrfach Meldungen von Bürgern zu den Arbeitszeiten der Bautrupps, wovon elf bis zwölf in Mühlbach, Rammelsbach, Kusel, Pfeffelbach und Reichweiler unterwegs seien. Sie würden sehr früh beginnen und oft bis spät am Abend auch mit Scheinwerferlicht arbeiten – insgesamt mehr Stunden als in Deutschland erlaubt. Bezüglich des Arbeitsschutzes sei deswegen Kontakt mit der SGD (Struktur- und Genehmigungsdirektion) aufgenommen worden.

Eine Antwort auf eine RHEINPFALZ-Anfrage an die UGG (Unsere Grüne Glasfaser) steht aus. Für den Glasfaserausbau in der VG Kusel-Altenglan sei ein Generalunternehmen beauftragt worden, erklärte Keidel, die Bautrupps gehörten zu unterschiedlichen Subunternehmen.

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