Speyer Schnakenbekämpfer am Rhein trotzen der Corona-Krise

Ein Hubschrauber ist im Einsatz, um mit einem biologischen Mittel Stechmücken zu bekämpfen.
Ein Hubschrauber ist im Einsatz, um mit einem biologischen Mittel Stechmücken zu bekämpfen.

Bei ersten Einsätzen per Hubschrauber und zu Fuß sind die Schnakenjäger am Rhein gegen Waldstechmücken vorgegangen. „Die insgesamt warmen Wintertemperaturen führten in einigen Bereichen zur rascheren Entwicklung der Waldstechmücken - zum Beispiel in der Pfalz und im Landkreis Rastatt“, sagte Dirk Reichle von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer.

Mehr Brutareale als noch in den beiden Vorjahren

Im Vergleich zu 2018 und 2019 waren in einigen Gebieten die Stechmücken-Brutareale deutlich stärker überschwemmt. Betroffen waren sowohl Rheinland-Pfalz als auch Hessen und Baden-Württemberg (Baden). Bei den Brutstätten handelte es sich unter anderem um versumpfte Wälder und Senken sowie um Entwässerungsgräben. Aktuell sei die Bekämpfung der Waldstechmücken abgeschlossen.

Corona-Krise beeinflusst auch hier die Arbeit

Die Corona-Krise beeinflusst auch die Arbeit der Schnakenjäger am Rhein. So mussten bei Helikoptereinsätzen unter anderem hohe Sicherheitsvorkehrungen für die Mitarbeiter getroffen werden, um sie vor einer möglichen Infektion zu schützen, sagte Dirk Reichle weiter. „Das macht die Arbeit im Gelände und vor allem am Hubschrauberlandeplatz nicht einfacher.“

Schutzbekleidung schwer zu bekommen

Wie überall in Deutschland sei auch für die Kabs-Mitarbeiter der Erwerb von Schutzbekleidung problematisch. „Hier konnte man zum Teil auf Lagerbestände zurückgreifen. Wir wurden auch freundlicherweise von den Maskenengeln in der Pfalz unterstützt - Frauen, die kostenlos für soziale Einrichtungen Schutzmasken nähen.“ Die Gruppe habe auch an die Mitarbeiter der Kabs gedacht und sie mit selbstgenähten Schutzmasken ausgestattet. „Trotz aller Widrigkeiten konnten alle Einsätze zu Fuß oder per Helikopter erfolgreich absolviert werden.“

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