Bornheim Regen und Kälte töten Storchennachwuchs
Infolge von Dauerregen, Kälte und mangelnder Deckung durch die Altstörche sind an den Eisheiligen-Tagen in Rheinland-Pfalz zahlreiche Weißstorch-Küken verendet. „Momentan gehen wir allein für die Kreise Germersheim, Südliche Weinstraße und Landau von mindestens 40 Prozent Einbußen aus. Wahrscheinlich ist dies noch sehr optimistisch geschätzt“, sagte Jessica Lehmann vom Storchenzentrum in Bornheim. „Einen genauen Überblick bekommen wir erst bei der Beringung der verbliebenen Jungstörche.“
Bestand galt bis 1996 als erloschen
Der Storchenbestand in Rheinland-Pfalz galt von 1974 bis 1996 als erloschen, 1997 startete ein Wiederansiedlungsprojekt. Träger des Storchenzentrums in Bornheim ist die Aktion PfalzStorch, die eine zentrale Rolle bei der Wiederansiedlung der Klapperschnäbel spielt.
Ingrid Dorner, Sprecherin der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz, sagte, der Weißstorch habe im Bundesland viel Populationsreserve. Der aktuelle Vorfall sei daher kein sehr schwerer Rückschlag.