Rheinland-Pfalz Ramadan in Rheinland-Pfalz im Zeichen der Corona-Krise

So wie auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2014 können Muslime in diesem Jahr nicht den Ramadan begehen.
So wie auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2014 können Muslime in diesem Jahr nicht den Ramadan begehen.

Für die Moscheegemeinden in Rheinland-Pfalz beginnt der Fastenmonat Ramadan am kommenden Freitag mit den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Die Landesverordnungen untersagen religiöse Versammlungen, so dass das abendliche Fastenbrechen nicht wie sonst in größerer Gemeinschaft stattfinden kann. Er werde auch diesmal wie gewohnt fasten, da er gesund sei, sagte der Vorsitzende der Schura Rheinland-Pfalz, Akif Ünal. Traurig stimme aber der Gedanke, „ein Ramadan ohne Moschee, ohne Gemeinschaft erleben zu müssen“.

„Verantwortungsvoller Umgang“

Die vier islamischen Verbände in Rheinland-Pfalz gingen mit der Situation „sehr verantwortungsvoll und gut informiert“ um, sagte der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Miguel Vicente. „Dabei ist gerade der Ramadan eine besondere Zeit, in der die Moscheegemeinden nicht nur ein religiöser, sondern auch sozialer Treffpunkt sind.“ Im gemeinsamen Fastenbrechen sei es den Gemeinden immer ein Bedürfnis gewesen, sich auch gegenüber Nachbarn und Menschen außerhalb der islamischen Gemeinschaft zu öffnen und sich auszutauschen.

Menschen aus Risikogruppen sollen nicht fasten

„Die Bewahrung des Lebens und der Gesundheit stehen vor religiösen und sozialen Praktiken“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ditib-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Cihan Sen. „Im Islam sind die Gottesdienste nicht Selbstzweck.“ Menschen, die einer Risikogruppe angehörten und sich körperlich zum Fasten nicht in der Lage fühlten, werde empfohlen, dieses Jahr auf das Fasten zu verzichten. „Für alle anderen besteht kein erhöhtes Risiko durch das Fasten.“

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