Wetter Pfalz: 29 Grad und wird es noch heißer?

Die Thermometer werden diese Woche ortsweise an der 30-Grad-Marke kratzen.
Die Thermometer werden diese Woche ortsweise an der 30-Grad-Marke kratzen.

Hitze statt Frost - In den nächsten Tage wird es ungewöhnlich warm werden in der Pfalz, sagt Wetterexperte Christian Müller von Klima-Palatina aus Maikammer. Während Bauern und Hobbygärtner dieses Jahr nicht um ihre Pflanzen fürchten müssen und die Freibadsaison beginnt, schlägt die Weltwetterorganisation (WMO) Alarm. 

Für Mittwoch prognostiziert Christian Müller über 25 Grad in der Pfalz. Am Donnerstag kann es aufgrund einer sehr warmen Südwest-Strömung am Rhein entlang sogar 27 bis 28 Grad warm werden. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge (DWD) klettert das Thermometer dann in der Vorderpfalz sogar auf bis zu 30 Grad. Auch in den Nächten bleibt es laut DWD mild. Die Nacht zum Mittwoch bleibt es meist klar und trocken. Die Tiefstwerte liegen bei 14 bis 10 Grad. In der Nacht zum Donnerstag ziehen vereinzelt Wolken auf, Regen bleibt in den meisten Fällen aber aus. Es kühlt auf 15 bis 10 Grad ab.

Zu warm für die Eisheiligen

Die sommerlichen Temperaturen stehen im Gegensatz zu einem Wetter-Phänomen: den Eisheiligen. Normalerweise friert es jedes Jahr zwischen dem 11. und 15. Mai. Das kann zuweilen Bauern und Hobby-Gärtnern die Pflanzen ruinieren. Nicht so dieses Jahr. Müller meint, dass sich seit längerem nun auch bei uns in der Pfalz der regionale Klimawandel mit steigenden Mittel-Temperaturen bemerkbarer mache. Das bedeutet, es wird allgemein wärmer und die Kaltlufteinbrüche im Mai fallen statistisch gesehen deutlich weniger signifikant und weniger gravierend für die Landwirtschaft aus als früher. So wurden wie zum Beispiel in den Jahren 1960 und 1980 in Neustadt Maifröste um -3 Grad gemessen. Trotzdem kommt es immer wieder auch in den vergangenen Jahren Mitte Mai zu merklich kühleren Nachttemperaturen. Die Eisheiligen sind also nach wie vor eine meist eintretende Bauernregel auch in unserer Zeit.

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WMO: Länder müssen mehr tun

Die WMO ist alarmiert von diesen Entwicklungen: Ihrer Prognose nach könnte bereits bis 2026 erstmals die weltweite Jahres-Durchschnittstemperatur mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Die WMO kritisiert, dass die Regierungen rund um den Planeten zwar viel versprechen, aber nicht genug tun würden, damit die 1,5-Grad-Marke nicht überschritten wird. Dieser Wert, darauf hatten sich die Länder 2015 beim Pariser Klimabkommen geeinigt, sei die Grenze, ab der die Folgen des Klimawandels für die Menschen und den Planeten immer schädlicher werden würden, so der WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

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