American Football NFL zu Gast in München: Spektakel in der ganzen Stadt
Noch elf Tage bis zum ersten Saisonspiel, das die National Football League (NFL) auf deutschem Boden austrägt – doch den großen Namen, auf den viele warten, verkündet der Deutschland-Chef der Liga noch nicht. „Wir sind in den letzten Gesprächen mit den Künstlern“, sagt Alexander Steinforth in einer Medienrunde am Mittwoch. Klar ist: Zwischen acht und zehn Minuten soll das Konzert dauern – und es wird keine Halbzeitshow wie beim Super Bowl. Stattdessen treten der oder die Künstler, auch da lässt sich Steinforth nicht locken, vor dem Spiel zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Seattle Seahawks auf. Kick-off der Partie in der Münchener Allianz-Arena ist am Sonntag, 13. November, um 15.30 Uhr. Anfang Februar gab die NFL bekannt, ein Saisonspiel in Deutschland ausrichten zu wollen, mehrere Städte waren im Gespräch, München erhielt für die Premiere den Zuschlag. Seit 2008 ist die NFL auch in London zu Gast.
Dienstags empfängt der FC Bayern noch Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga. „Mit Abpfiff geht es los“, sagt Steinforth. Ziel sei es, die ganze Stadt in NFL-Farben zu hüllen. Auf dem Odeonsplatz wird es eine Fanmeile geben, die Münchener Brauhäuser verwandeln sich in Football-Pubs. Vor dem Stadion soll es eine football-typische Tailgate-Party geben. „Das Wochenende soll ein Fest für die Football-Familie werden“, sagt Steinforth. Drei Millionen Tickets hätten laut dem General Manager verkauft werden können, so enorm sei die Nachfrage für die Partie gewesen, bei der unter anderem Bucs-Quarterback Tom Brady auf dem Platz stehen wird.
Football bei Olympia?
Seit Sommer wird die Münchener Arena footballtauglich umgebaut. „Dort ist noch nie etwas anderes als Fußball gespielt worden“, sagt Steinforth. Das Spielfeld musste vergrößert werden, es mussten neue Fundamente gegossen werden, die Torstangen wurden bereits platziert. „Wir hatten acht Monate Zeit zur Vorbereitung, Standard sind 15 Monate“, sagt Steinforth. Was sich die NFL ihren Ausflug nach Deutschland kosten wird, sagt der Deutschland-Chef derweil nicht, es gehe der Liga weniger um Profit, sonder vor allem um Fanwachstum.
Statt eines Konzerts ist für die Halbzeitpause übrigens ein Demonstrationswettbewerb im Flag Football vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine kontaktfreie Variante von American Football. Zu den Zuschauern zählen dann auch Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees. „Wir wollen, dass Flag Football 2028 olympisch wird“, sagt Steinforth.