Speyer Nach tödlichem Bergunglück: Zustand von Schwerverletztem weiter unklar
Speyer/München. Nach dem Bergunglück am Fuße der Zugspitze, bei dem eine Pfälzerin starb, sind viele Fragen noch offen.
Vor einer Woche stürzte eine Frau (49) aus dem Raum Speyer vor den Augen ihrer zwei Kinder einen Wasserfall hinab und starb in der Nacht im Krankenhaus. Ihr 48 Jahre alter Ehemann, der sie retten wollte, wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Über den genauen Ablauf des Unglücks macht die zuständige Staatsanwaltschaft München II auf Anfrage dieser Zeitung keine weiteren Angaben. Auch über den gesundheitlichen Zustand des schwer verletzten Ehemanns, der seine Frau retten wollte, macht die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf den Opferschutz keine weiteren Angaben.
Man ermittle derzeit die genauen Umstände, die zum Unfall führten, heißt es lediglich. Für solche Fälle zuständig ist die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Dort arbeiten Experten, die sich mit den Gegebenheiten im alpinen Gelände bestens auskennen und immer zu Rate gezogen werden, wenn jemand in der Region in den Bergen zu Tode kommt. Sie prüfen unter anderem die Beschaffenheit des Terrains vor Ort, mit welcher Ausrüstung die Betroffenen ausgestattet waren und ob möglicherweise strafrechtlich relevantes Fehlverhalten zu einem Unglück geführt hat.
Am Abend des 13. Augusts machte eine achtköpfige Wandergruppe auf ihrem Weg zur Zugspitze auf der Reintalangerhütte Rast. Sie wollten am darauffolgenden Tag auf die Zugspitze wandern. Einige der Wanderer gingen noch zum Partnachursprung, der Quelle des Gebirgsflusses Partnach, zum Baden. Die Frau sei in eine Gumpe gestiegen, habe sich aber wegen der Strömung nicht mehr über Wasser halten können. Ihr Mann und der Wanderführer wollten ihr helfen und gerieten selbst in Not. Die Frau und ihr Ehemann stürzten schließlich über einen Wasserfall in die Tiefe, berichtete die Polizei. Bei der anschließenden Rettungsaktion war ein Großaufgebot der Bergwacht vor Ort.