Landau / SÜW Mitarbeiter der Kreisverwaltung werden bedroht

Die Kreisverwaltung SÜW hat ihren Sitz in Landau.
Die Kreisverwaltung SÜW hat ihren Sitz in Landau.

Die Kreisverwaltung SÜW sieht die Sicherheit ihrer Mitarbeiter gefährdet und greift zu besonderen Maßnahmen. Es ist die Rede von konkreten Drohungen gegen Leib und Leben einzelner Mitarbeiter, die auf verschiedenen Kanälen geäußert worden seien. Details nennt die Behörde auf Anfrage der RHEINPFALZ nicht. Das Sicherheitskonzept sei mit der Polizei abgestimmt.

Das Kreishaus in Landau war in den letzten Tagen abgeriegelt. Herein kam nur, wer klingelte und sein Anliegen äußerte. Die Redaktion erfuhr per Zufall von der Bedrohungslage. Ein Landauer, der bei der Zulassungsstelle ein Dokument hatte abgeben wollen und abgewiesen worden war, klagte der Redaktion sein Leid. Der Mann hatte dringend die Toilette aufsuchen wollen und an der Anmeldung draußen am Eingang gebeten, ins Gebäude gehen zu können. Der Zutritt war ihm verwehrt worden.

Nur mit Termin aufs WC

Die Anfrage beim Kreis ergab: Die Toiletten können seit Kurzem nur Besucher nutzen, die einen Termin haben. Die Behörde entschuldigt sich dafür, den Mann nicht eingelassen zu haben. „Wir sind dabei, die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die Kundenbedürfnisse in Einklang zu bringen“, informiert die Verwaltung. Die Toiletten jedenfalls sollen ab kommender Woche wieder öffentlich nutzbar sein – voraussichtlich nach einer Registrierung der Besucher.

„Wir betonen ausdrücklich, dass es für uns fernab der Bedrohungslage keinerlei Gründe gibt, das Kreishaus für die Besucher komplett dicht zu machen“, teilt die Pressestelle weiter mit. Die Bürger können nach vorheriger Terminvereinbarung ins Gebäude. Ein Prinzip, dass die Kreisverwaltung auch nach Ende der Corona-Pandemie beibehalten hat. „Dahingehend gibt es also auch keine Veränderungen zum Zeitraum vor der Bedrohungslage.“

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