Die Zukunft der Landwirte Lesetipps: Das Höfesterben und der Traum von der perfekten Landwirtschaft
Das Sterben kleiner Bauernhöfe hat schon vor Jahrzehnten eingesetzt. Seit 1995 hat sich die Anzahl der Höfe in Deutschland halbiert auf 262.776 Betriebe im Jahr 2020. Zugleich hat sich laut Statistischem Bundesamt die durchschnittlich pro Hof bewirtschaftete Fläche auf 63,2 Hektar ungefähr verdoppelt. Gründe für das Höfesterben gibt es viele, vom fehlenden Nachfolger bis zum betriebswirtschaftlichen Minusgeschäft. Einen Grund sehen Landwirte jedoch gerade wieder in der Politik: Es gebe keine verlässlichen Rahmenbedingungen, kritisieren sie. Dafür zu viel Unsicherheit – über Auflagen, Kosten, über ihre Zukunft. Zugleich sehen sie sich hohen gesellschaftlichen Erwartungen gegenüber: an eine Landwirtschaft, die im Sinne von höchstmöglichem Tierwohl und Klimaschutz arbeitet, die Verbrauchern Gutes aus der Region anbietet mit transparenten Produktionsbedingungen, und das zu bezahlbaren Preisen. Geht das zusammen?
Die RHEINPFALZ am SONNTAG hat das komplexe Thema in mehreren Beiträgen aufgearbeitet, die Sie hier lesen können:
Nicht erst seit dem Ärger um den Agrardiesel beschäftigt Bauern die Frage, wie sie in Zukunft wirtschaften und investieren sollen. Auch Landwirte aus der Pfalz fühlen sich damit alleingelassen. „Allein auf weiter Flur: Wie geht es für Landwirte weiter?“
Armin Kreiselmaier ist einer der letzten Gemüsebauern im vorderpfälzischen Ruchheim – in einer Region, die sich als „Gemüsegarten Deutschlands“ inszeniert. Die Bauernproteste im Ort hat er mitorganisiert. Der Unmut hat dabei oft mit dem Preisdruck der Discounter zu tun – und mit einer überbordenden Bürokratie. Ein Stimmungsbild. „Immer weniger Betriebe: Die Bauern machen sich vom Acker“
Nachhaltige Landwirtschaft ist möglich und sie kostet Geld, rechnet ein internationales Forschergremium vor. Doch wenn es so weitergeht wie bisher, dann werden mehr Werte vernichtet als geschaffen. „Ein zartes Pflänzchen“