Mainz / Kusel Landtag gedenkt der erschossenen Polizisten: „Zwei von uns“
„Rheinland-Pfalz trauert“ – mit diesen Worten hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) der beiden in der Westpfalz erschossenen Polizisten gedacht. Betroffen über den Tod der jungen Menschen im Alter von 24 und 29 Jahren erhoben sich die Abgeordneten des Landtags in Mainz zu Beginn einer Plenarsitzung am Mittwoch zu einer Schweigeminute von ihren Plätzen.
„Sie haben im Dienst für unser Land ihr Leben verloren“, sagte die Regierungschefin. „Wir trauern gemeinsam um zwei lebensfrohe junge Menschen, die mit ganz großer Leidenschaft unser aller Sicherheit zu ihrem Beruf gemacht haben.“ Worte könnten den tiefen Schmerz nicht lindern. Doch die Angehörigen seien mit ihrer Trauer und Verzweiflung nicht allein. „Die Täter werden sich in einem rechtsstaatlichen Verfahren für ihre Taten verantworten müssen.“
Landtagspräsident Hendrik Hering erinnerte daran, dass die Polizei das staatliche Gewaltmonopol verkörpere. Es sei auch „die Voraussetzung für Rechtsstaatlichkeit und ein friedliches Zusammenleben“. Es sei Aufgabe aller, Polizistinnen und Polizisten mit Respekt zu begegnen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf. „Sie tun Dienst im Wissen, dass ihre Arbeit sie in gefährliche, verstörende Situationen bringen kann.“
Die SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach von zwei Menschen, „zwei von uns“, die nun „unendlich schmerzlich vermisst werden“. Dies sei auch bei den Beerdigungen am Dienstag und Mittwoch sehr deutlich geworden. Die Abgeordnete sagte, „dass Brutalität und Hemmungslosigkeit im Netz und auf der Straße zugenommen haben“. Diese Entwicklung dürfe nicht akzeptiert werden.