Neustadt Landesgartenschau 2027: Über fünf Millionen Euro mehr vom Land
Wegen erheblicher Kostensteigerungen erhält die Stadt Neustadt an der Weinstraße vom Land Rheinland-Pfalz 5,4 Millionen Euro mehr für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2027. Das hat das Kabinett am Donnerstag beschlossen, wie Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium mitteilten.
Bereits 2022, als Neustadt unter sechs Bewerbern den Zuschlag erhielt, war der Landesanteil an den Investitionen auf 18,3 Millionen Euro festgelegt worden, insgesamt waren damals 23,8 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Indes haben sich seither die Preise nach oben entwickelt, außerdem hatte sich die Kostenschätzung wegen der endgültigen Planung noch verändert. Auch aktuell sind die Kosten noch nicht endgültig, sondern eher dynamisch, weil noch viele Ausschreibungen laufen. Die Stadt rechnet mit zwischen zehn und zwölf Millionen Euro zusätzlich.
Mit den weiteren 5,4 Millionen Euro vom Land seien die Mehrkosten fair verteilt, sagte Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) gestern zu dem Kabinettsbeschluss, für den er sich ausdrücklich bedankte. Das Geld wird laut Staatskanzlei mit 2,38 Millionen Euro aus dem Innenministerium kommen, mit 2,12 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsministerium und mit 900.000 Euro aus dem Umweltministerium. Zudem würden weitere flankierende Maßnahmen für die Entwicklung Neustadts außerhalb des Landesgartenschaugeländes umgesetzt, die die Stadt finanziell entlasteten, hieß es weiter. Dazu zählten Radwegebau, Weinbergsrundwege oder ein Mobilitätshub am Bahnhaltepunkt Böbig.