Grünstadt Klinik-Protest: Wer deshalb am Mitwoch nicht behandelt wird

Verwaltungsdirektor des Kreiskrankenhauses: Markus Kieser.
Verwaltungsdirektor des Kreiskrankenhauses: Markus Kieser.

Auch wenn 80 bis 100 Pflegekräfte, Ärzte, Verwaltungs- und Labormitarbeiter sowie weitere Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen des Kreiskrankenhauses Grünstadt am Mittwoch in zwei Bussen zu einer Demonstration nach Mainz fahren, bleibt die Versorgung der Patienten im Leiningerland gesichert. Wie Verwaltungsdirektor Markus Kieser erläutert, sind in seinem 194-Betten-Haus sämtliche für heute terminierten planbaren Operationen abgesagt beziehungsweise verschoben worden. „Selbstverständlich werden die Patienten auf den Stationen weiterhin gut versorgt und auch für Notfälle sind wir da“, betont der Chef von rund 600 Mitarbeitern. Die Klinik beteiligt sich am bundesweiten Protesttag „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Gefahr“, bei dem auf die prekäre Situation der 1893 Kliniken in Deutschland aufmerksam gemacht wird. Sie leiden besonders unter der allgemeinen Preisentwicklung. Sie sind darauf angewiesen, dass die Landesbasisfallwerte stärker steigen respektive der Bund einen Inflationsausgleich zahlt. Es steht zu befürchten, dass manche Hospitäler die Zeit bis zum Inkrafttreten der angekündigten Krankenhaus-Reform nicht überleben.

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