Südpfalz Kampfpanzer absolviert Fahrt durch Südpfalz ohne Probleme
Der Panzer, der in der Nacht auf Donnerstag durch die Südpfalz gefahren ist, hat die Fahrt von Karlsruhe nach Bad Bergzabern und wieder zurück ohne Probleme absolviert. Das teilte der Oberstleutnant Wolfgang Eder, Leiter des Elektronikzentrums der Bundeswehr, auf Anfrage mit. Wie bereits berichtet, hatte der Transport von Karlsruhe aus über die A65 und die B38 nach Bad Bergzabern nichts mit den aktuellen Auseinandersetzungen in der Ukraine zu tun. Stattdessen soll der Panzer laut Eder zusammen mit anderem Großgerät beim Tag der offenen Tür der Bundeswehr im Juli ausgestellt werden. Da es aktuell schwierig sei, Schwerlaster zu bekommen, sei der nächtliche Transport ein Probelauf gewesen, um zu sehen, ob das Gefährt überall durchkomme.
Der Panzer fuhr die Strecke mit Gummipolstern und eigenem Antrieb. Auf Facebook hatte der Schwertransport jedoch für Aufregung gesorgt. So fragten einige Nutzer, wieso der Panzer den Weg über die Autobahn und nicht die Strecke über Winden geführt wurde.
Panzer kostet 15 Millionen Euro
Die Bundeswehr wollte auf diese Fragen nicht konkret antworten. Zur Streckenwahl hieß es auf Nachfrage der RHEINPFALZ lediglich: „Die genutzte Strecke wurde durch die Bundeswehr beantragt und durch zivile Behörden beziehungsweise der Polizei geprüft und genehmigt.“ Auf die Frage, wie viel Kraftstoff der Panzer verbraucht hat und ob Schäden an Fahrbahn oder Fahrzeug entstanden sind, wollte die Bundeswehr ebenfalls nicht antworten.
Bei dem Panzer handelte es sich nach Angaben von Wolfgang Eder um das aktuelle Modell des Kampfpanzers Leopard 2. Dieser wurde 2014 eingeführt und kostet laut Medienangaben 15 Millionen Euro. Er verfügt über rund 1500 PS, die den drei Meter hohen und fast elf Meter langen Kampfpanzer mit einem Gewicht von zirka 64 Tonnen auf 70 Stundenkilometer beschleunigen.