Gesundheit Kampagne zur Organspende: Ein Tattoo soll Leben retten

Das Motiv zeigt zwei Halbkreise und ein kompletter Kreis, die zusammen die Buchstaben O und D bilden. Das steht für den englisch
Das Motiv zeigt zwei Halbkreise und ein kompletter Kreis, die zusammen die Buchstaben O und D bilden. Das steht für den englischen Ausdruck »Organ Donor«.

Organspenden retten Leben. Doch die Zahl der Organspender ist gering. Rund 10.000 Menschen warten in Deutschland aktuell auf eine Organtransplantation. Allerdings wurden 2022 gerade einmal 869 Organe gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation bekannt gibt. Noch immer müssen Schwererkrankte teilweise Jahre auf ein passendes Spenderorgan warten. Auf dieses Thema soll jetzt die Kampagne „Optink“ aufmerksam machen, die unter die Haut geht. Mit einem kostenlosen Organspender-Tattoo will der Verein Junge Helden Menschen animieren, sich mit Organspende auseinander zu setzen. Schließlich ist laut Verein jeder Vierte in Deutschland tätowiert.

Auch Pfälzer Tätowierer dabei

Das Motiv hat der Tattookünstler Gara für den Verein entworfen. Es zeigt zwei Halbkreise und ein kompletter Kreis, die zusammen die Buchstaben O und D bilden. Das steht für den englischen Ausdruck „Organ Donor“, was übersetzt „Organspender“ bedeutet. „Es ist sehr simpel gehalten, sodass es sich leicht in andere Designs integrieren oder um individuelle Wünsche erweitern lässt“, heißt es auf der Webseite der Kampagne.

Hier finden sich auch die Studios, die diese Kampagne unterstützen und ihren Kunden anbieten, das Motiv kostenlos zu stechen. Auch in der Pfalz und dem Umland sind Tattoo-Artists vertreten.

In den sozialen Medien werden immer mehr Bilder veröffentlicht von Menschen, die sich das Motiv bereits haben tätowieren lassen – in den unterschiedlichsten Varianten.

An dieser Stelle finden Sie einen Post von Instagram.

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Laut Medienberichten kann das Bild auf der Haut jedoch nicht den Organspendeausweis ersetzen. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium habe nicht vor, das Tattoo in Zukunft gleichwertig wie einen Organspende-Ausweis zu behandeln. Die Willensbekundung sei bei einem Tattoo nicht vom Entscheider selbst niedergeschrieben worden. Der Wille zur Organspende könne nicht allein durch ein Tattoo abgeschätzt werden. Trotzdem hält das Ministerium das Tattoo für sinnvoll, auch um Angehörige über die eigene Entscheidung zu informieren.

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