Pfalz-Ticker Gebhart: Bislang 1,2 Millionen OP-Masken und 390.000 FFP2-Masken in Rheinland-Pfalz verteilt
„Wir beschaffen mit vollem Einsatz zentral medizinische Schutzausrüstung, obwohl das eigentlich keine originäre Aufgabe des Bundes ist.“ Das hat der südpfälzische Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Thomas Gebhart (CDU), im Gespräch mit der RHEINPFALZ am SONNTAG bekräftigt. Hintergrund ist, dass der Markt weltweit stark umkämpft ist, Gebhart sprach von „Wildwest-Methoden“. Für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen sei es zunehmend schwierig geworden, ausreichend Material selbst zu beschaffen, so der Parlamentarische Staatssekretär.
„Größere Mengen konnten beschafft werden“
„Inzwischen konnten größere Mengen an Schutzausrüstung beschafft und an die Kassenärztlichen Vereinigungen und an die Bundesländer versandt werden“, teilte Gebhart mit. Die Bundesländer ihrerseits seien nun gefordert, das Material zu verteilen, etwa an die Krankenhäuser und die Pflegeeinrichtungen. Gebharts nannte auch Zahlen für Rheinland-Pfalz: An Rheinland-Pfalz seien demnach bis Ende der Woche auf diesem Weg 1,2 Millionen OP-Masken, 390.000 FFP2-Masken, 16.000 FFP3-Masken und 1,1 Millionen Handschuhe zugeteilt worden. Die FFP-Einstufung gibt die Schutzstufe wieder – je höher die Stufe, desto besser filtert die Maske. „Wir werden weiter mit Nachdruck zentral beschaffen, aber auch dazu beitragen, dass Unternehmen in Deutschland ihre Produktion ausbauen oder neu aufnehmen“, sagte Gebhart.
In der vergangenen Woche hatte sich der Verband der Klinikdirektoren in einem Brandbrief an die Landesregierungen in Mainz und Saarbrücken gewandt und einen Mangel an Geld sowie an Schutzausrüstung beklagt.
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