Landau / Speyer Galeria-Kaufhäuser: Unsicherheit wegen Schließungsplänen
Höchst verunsichert und verärgert reagiere die Belegschaft von Galeria Karstadt Kaufhof auf die Ankündigung von Standortschließungen und Stellenabbau. Das sagte die Leiterin des Landesfachbereichs Handel der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Rheinland-Pfalz, Monika Di Silvestre, am Mittwoch auf RHEINPFALZ-Anfrage.
Verdi habe trotz intensiver Bemühung darum keine Kenntnis darüber, welche Standorte betroffen seien und ob auch welche in der Pfalz und den benachbarten Regionen betroffen seien, sagte Di Silvestre. Galeria-Filialen gibt es in der Pfalz in Speyer und Landau, in der weiteren Umgebung gibt es zudem Häuser in Mannheim und Heidelberg (je zwei), je eines in Worms und Viernheim und drei in Mainz. Die Gewerkschaft bemühe sich um einen Sitz im Gläubigerausschuss des Unternehmens, das sich seit 1. April im sogenannten Schutzschirmverfahren befindet, einer speziellen Form eines Insolvenzverfahrens. Dieses ist den Verfahrensbevollmächtigten zufolge notwendig, um die Existenz des Unternehmens zu retten, das durch den Shutdown geschwächt ist. Den Sanierungsplan wollen sie bis Ende Juni vorlegen. Di Silvestre sagte: „Wir sehen eine Zukunft für das Warenhaus.“ Sie wirft den Verfahrensbevollmächtigten vor, nicht genug für staatliche Hilfe getan zu haben.