Corona-Krise Galeria Karstadt Kaufhof bereitet Mitarbeiter auf Stellenabbau vor

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Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bereitet ihre Mitarbeiter auf Standortschließungen und einen weiteren Stellenabbau im Zuge des Anfang April eingeleiteten Schutzschirmverfahrens vor. In einem Brief an die Mitarbeiter berichtete die Unternehmensführung am Montag, der gerichtlich bestellte Sachwalter und der Generalbevollmächtigte hätten klar gemacht, dass es angesichts der Corona-Krise „leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss“. Angaben zur Anzahl der bedrohten Filialen oder der gefährdeten Arbeitsplätze machte das Unternehmen nicht. Zunächst hatte das „Manager Magazin“ über den Brief berichtet.

Galeria Karstadt Kaufhof hat demnach während der Zeit der Komplettschließungen mehr als eine halbe Milliarde Euro an Umsatz verloren. Aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung werde sich der Umsatzverlust wahrscheinlich auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Deshalb seien weitere Sanierungsmaßnahmen nötig. Bei der Gewerkschaft Verdi sorgte der Brief für Empörung. Verdi-Fachbereichsleiter Einzelhandel, Orhan Akman, sagte: „Es ist ein Armutszeugnis, dass den Insolvenzverwaltern und der Unternehmensführung nichts anderes einfällt, als die Axt an die Personalkosten zu legen und Filialen zu schließen.“ Das Unternehmen solle lieber Wege finden, Beschäftigten und Filialen eine Zukunft zu bieten.

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