Handball Eulen Ludwigshafen: Ein Heimsieg, eine Gedenkminute, eine Vertragsverlängerung
Die Eulen Ludwigshafen haben das wichtige Zweitliga-Spiel gegen die HSG Krefeld Niederrhein gewonnen. Am Mittwochabend gab es vor 1842 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle einen 30:27 (14:14)-Sieg. Das war ein hartes Stück Arbeit. Die Gäste kämpfen verbissen um ihre Chance. Die Eulen musste im Rückraum neben dem verletzten Friedrich Schmitt auch auf René Zobel (Muskelfaserriss) verzichten – eine große Schwächung. Nach einer zähen ersten Halbzeit drehten die Gastgeber nach der Pause auf, setzten sich von 14:14 auf 22:17 ab. Jetzt lief es, wie ein „Steal“ von Kian Schwarzer verdeutlichte. Marc-Robin Eisel kurbelte das Spiel unermüdlich an. Auch Torhüter Ziga Urbic war nun im Spiel. Es wurde noch einmal spannend. Aber der überragende Eisel traf aus schwierigem Winkel zum 28:25. Der Erfolg tut so gut im Kampf um den Klassenerhalt.
Vor der Partie gab es eine Gedenkminute für den getöteten Zugbegleiter Serkan Çalar. Hallensprecher Thomas Stüber verlas diesen Text: „Liebe Handballfreunde, ich möchte Sie bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Wir trauern um Serkan Çalar. Er war 16 Jahre lang Mitarbeiter der Deutschen Bahn und als Zugbegleiter bei seinen Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt. Am 2. Februar wurde der Ludwigshafener während seines Dienstes in einer Regionalbahn Opfer einer Gewalttat. Zwei Tage später ist er an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Serkan Çalar wurde nur 36 Jahre alt. Unser Mitgefühl gilt seinen beiden Kindern, seiner Verlobten, seinen Eltern und seiner Familie. Wir sind fassungslos. Im August wollen wir mit einem Benefizspiel in der Saisonvorbereitung an ihn erinnern und bitten schon jetzt um einen Moment des Innehaltens.“ Vor der Partie gaben die Eulen auch bekannt, dass Rechtsaußen Alexander Falk (28) seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat.