Berlin Erntehelfer dürfen unter Auflagen doch nach Deutschland kommen

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

UIm April und Mai dürfen jeweils 40.000 Erntehelfer und Saisonarbeiter aus dem Ausland wieder ins Land. Das erklärten am Donnerstag Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Damit ist eine kürzlich verhängte Einreisesperre des Innenressorts aufgehoben worden. Nach Angaben der beiden Minister dürften die Arbeitskräfte ausschließlich per Flugzeug auf von der Bundespolizei in Abstimmung mit den Bauerverbänden festgelegten Flughäfen einreisen. Bei der Einreise müsse ein von den Arbeitergebern veranlasster Gesundheitscheck durch medizinisches Personal nach einem standardisiertem Verfahren durchgeführt werden. Die Neueinreisenden müssten in den ersten 14 Tagen getrennt von den übrigen Beschäftigten leben und arbeiten.

Der Bad Dürkheimer Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger (CDU) sagte dazu: „Damit ist die Versorgung mit einheimischem Gemüse in Deutschland gesichert. Viele Bauern und Winzer können aufatmen: Ein weiteres Einreiseverbot für Erntehelfer hätte für viele sehr große finanzielle Probleme bedeutet.“

Das Bundesinnenministerium hatte am 25. März einen Einreisestopp verfügt. Mit der Folge, dass unter anderem Landwirte und Dienstleister in der Pfalz ohne Erntehelfer oder Saisonarbeiter - beispielsweise aus Rumänien, Polen oder Bulgarien - hätten auskommen müssen. Das Innenressort hatte die Sperre mit den Bemühungen begründet, Corona-Infektionsketten zu unterbrechen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes arbeiten jährlich rund 300.000 Saisonarbeiter in Deutschland. Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) werden allein im Monat Mai 85.000 Erntehelfer gebraucht. Der Einreisestopp war von pfälzischen Bundestagsabgeordneten heftig kritisiert worden.

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