Rheinland-Pfalz Dreyer für Beibehaltung der Maskenpflicht
Die rheinland-pfälzische Landesregierung hält die Aufhebung der Maskenpflicht derzeit für das falsche Signal. „Das Tragen einer Alltagsmaske hilft die Ansteckungsgefahr zu verringern“, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz auf Anfrage mit. „Masken sind also ein eher geringer Aufwand mit großer Wirkung und – in Verbindung mit Kontaktbeschränkungen und hohen Hygienestandards – ein wichtiges, auch wissenschaftlich belegtes Mittel im Kampf gegen das Virus.“
Dreyer betonte: „Covid19 ist noch nicht besiegt.“ Weltweit gebe es mehr als 500.000 Tote. „In den Vereinigten Staaten können wir gerade mitverfolgen, wie rasend schnell es zu einer neuen schweren Ausbruchswelle kommen kann.“ Dies müsse mit aller Kraft verhindert werden. „Rheinland-Pfalz hat viel erreicht, und das dürfen wir nicht verspielen.“ Die Grundphilosophie bleibe: „Ich schütze dich, du schützt mich“. Dazu gehöre Verantwortung zu übernehmen und Maske tragen.
Ein Sprecher der Staatskanzlei ergänzte: „Gerade die Ferienzeit und die Zeit nach den Ferien werden entscheidend sein, um zu beurteilen, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt.“
In Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht ebenfalls bleiben, Lockerungen oder gar ein Ende der Auflage sind nicht geplant, wie eine Sprecherin des Staatsministeriums am Montag in Stuttgart sagte.
Seit Ende April müssen Mund und Nase in Baden-Württemberg beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr bedeckt werden, ansonsten droht ein Bußgeld.
Auch Hessen hält zur Eindämmung des Coronavirus an der Maskenpflicht fest. Das sagte ein Regierungssprecher am Montag. In Hessen gelten seit Montag lockere Corona-Abstandsregeln unter anderem in Geschäften, bei Konzerten und im Kino sowie in Vereins- und Versammlungsräumen. Zudem öffnen die Kitas wieder für alle Kinder.