Metall-Tarifrunde Arbeitgeber-Chef hat kein Verständnis für IG-Metall-Forderung

Mit Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Mit Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Ob es in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie einen raschen Abschluss geben wird, liegt nach Ansicht des Präsidenten des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, in der Verantwortung der IG Metall: „Es liegt nicht an uns, ob wir uns vor Ostern einigen können, sondern ausschließlich an der IG Metall“, sagte Wolf der RHEINPFALZ.

Die Frage sei, ob es gelinge, „über den Tellerrand hinauszuschauen und gemeinsam zu zeigen, dass wir die Nöte und Probleme in vielen anderen Branchen verstehen und ein Zeichen der Solidarität setzen. Wenn das geschieht, haben wir eine Lösung vor Ostern, wenn nicht, haben wir keine.“

Weitere Verhandlungsrunde

Wolf betonte, für die Forderungen der IG Metall fehle ihm „jedes Verständnis“. Die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie hätten 2020 im Schnitt 15 Prozent weniger Umsatz gemacht als 2019, derzeit entwickele sich das „Konjunkturpflänzchen“ wieder langsam. Da passten die Forderungen der IG Metall „überhaupt nicht in die Landschaft“.

An diesem Freitag findet für die Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz die vierte Verhandlungsrunde statt. Die IG Metall verlangt unter anderem vier Prozent mehr Entgelt. Im Falle von Verkürzungen der Wochenarbeitszeit soll dieses Geld eingesetzt werden können, um Lohneinbußen teilweise auszugleichen.

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