Bahnverkehr 49-Euro-Ticket: DB-Vorständin rechnet zum Start noch nicht mit übervollen Zügen

Im Sommer 2022 war der Andrang auf Regionalbahnen aufgrund des günstigen 9-Euro-Tickets besonders groß.
Im Sommer 2022 war der Andrang auf Regionalbahnen aufgrund des günstigen 9-Euro-Tickets besonders groß.

Seit Montag gilt das 49-Euro-Ticket in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs – die zuständige Vorständin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, rechnet aber nicht gleich zum Start mit übervollen Zügen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Deutschlandticket einen spürbaren Nachfrageschub haben werden“, sagte Palla der Deutschen Presse-Agentur. „Der wird aber nicht schlagartig zum 1. Mai eintreten.“

 

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Das sei ein großer Unterschied zum 9-Euro-Ticket, das im vergangenen Sommer drei Monate lang Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ermöglicht hatte. Damals war insbesondere auf touristischen Strecken der Andrang auf die Regionalzüge groß. Fahrradausflügler konnten häufig nicht mitgenommen werden, es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

Zusätzliches Servicepersonal soll Ansturm bewältigen

„Das war eine begrenzte Aktion für drei Monate, wo jeder rasch in den Besitz des Tickets kommen wollte, um es auszukosten“, sagte Palla. Das 49-Euro-Ticket, auch Deutschlandticket genannt, habe einen höheren Preis und sei auf Dauer angelegt, betonte die Managerin. Die Nachfrage werde sich „über die nächsten Monate kontinuierlich aufbauen“.

 

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Gleichwohl seien auch mit dem neuen Abo sehr volle Züge möglich. „Schon immer sehen wir gerade an langen Wochenenden zu Ausflugszielen vollere Züge. Das wird sicherlich auch in Zukunft so sein“, sagte Palla. „Wir bereiten uns mit zusätzlichem Servicepersonal in den Zügen und an den Bahnhöfen vor, um der Nachfrage bestmöglich gerecht zu werden.“ Außerdem setze die Bahn auf mobile Reparaturteams, um möglichst schnell dort zu sein, wo Bedarf ist.

Jobticket noch günstiger

Das als Abo angelegte Deutschlandticket kostet 49 Euro pro Monat, ist aber monatlich kündbar. Mit ihm können Abonnentinnen und Abonnenten bundesweit unbegrenzt in Bussen und Bahnen des Regional- und Nahverkehrs fahren. Fernverkehrszüge und Fernbusse sind von dem Ticket ausgenommen. Wenn der Arbeitgeber mitmacht, können Berufstätige über die Jobticket-Regelung beim Deutschlandabo noch deutlich mehr sparen. Sie zahlen dann 34,30 Euro oder noch weniger.

Finanziert wird das Deutschlandticket von Bund und Ländern. Sie wollen damit den ÖPNV erschwinglicher machen und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen bewegen. Nach einer Hochrechnung des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen haben weit mehr als drei Millionen Menschen das Ticket zum Start im Mai gekauft.

„Wir rechnen damit, dass die Nachfrage nach dem Deutschlandticket besonders in den Städten und in den Metropolregionen hoch sein wird. Dort haben wir auch das dichtere ÖPNV-Angebot“, sagte DB-Vorständin Palla. „Deswegen ist es mir so wichtig, dass wir gerade dort Angebote für den umweltfreundlichen öffentlichen Personennahverkehr schaffen, wo es heute noch nicht ausreicht.“

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