Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweite Liga: SC Neustadt startet mit Sieg gegen Weiden in die Saison

Einer der treffsichersten Neustadter: Michail Wolgin (links) war von Weiden nur schwer zu kontrollieren.
Einer der treffsichersten Neustadter: Michail Wolgin (links) war von Weiden nur schwer zu kontrollieren.

Der SC Neustadt startet erfolgreich in die neue Runde der Zweiten Liga Süd. Der SV Weiden ist zu keinem Zeitpunkt ein ernsthafter Konkurrent. Und so dreht sich die Kritik ausschließlich um Nachlässigkeiten der Gastgeber.

Das Zweitliga-Wasserball-Team des SC Neustadt ist mit einem 24:7-Erfolg (6:2, 6:2, 6:3, 6:2) gegen Weiden in die Liga-Runde gestartet. Im Heimspiel am Samstag hätte der Erfolg noch höher ausfallen können, weil das Umschaltspiel von Abwehr in Angriff noch nicht schnell genug funktionierte.

Die Mannschaft von Trainer Thorsten Preuß hatte in Torhüter Kristof Meszaros einen starken Rückhalt. Dank seiner Paraden kam der SCN oft in Ballbesitz. Doch Meszaros fand keinen Anspielpartner für den langen Pass in den Angriff. So verpufften einige Konterchancen wirkungslos. Das wurde gegen die harmlosen Weidener nicht bestraft, gegen stärkere Gegner indes sollten die Möglichkeiten der schnellen Gegenstöße besser genutzt werden.

Youngster muss raus

So mussten sich die SCN-Angreifer oft gegen die massive Abwehr der Gäste durchtanken. Besonders erfolgreich war dabei Michail Wolgin, der sieben Treffer erzielte. Preuß lobte: „Michi geht dahin, wo es weh tut. Er erkämpft sich die Chancen. Wir haben jetzt einige Spieler, auf die wir uns wirklich verlassen können.“ So ist neben Neuzugang Wolgin auch Artem Kamlov (vier Tore) eine Verstärkung. Auch Rückkehrer Lukas Schwarzkopf netzte dreimal ein.

Nicht so gut lief es für Flynn Laux. Der 16-Jährige war bereits „warm gespielt“, weil er eine Stunde zuvor in der U18 mit sechs Treffern erfolgreich war. Doch Laux war den Schiedsrichtern zu ungestüm, schnell war nach drei Wasserverweisen für den Junior „Schluss mit lustig“. Er meinte: „Es ist schwierig zu beurteilen, ob alle drei Hinausstellungen gerechtfertigt waren. Ich war vielleicht schon etwas müde von der Partie vorher, andererseits hätte ich schon noch Lust und Kraft gehabt, ein paar Minuten mehr zu spielen.“

„Zu viele Gegentreffer“

Doch seine Mannschaft hatte den Gegner im Griff, auch wenn Luis Ananias nur wenige Minuten im Wasser war. Er hatte eine Trainingsverletzung an der Schulter und verzichtete dann, als sich das Team im ersten Viertel bereits deutlich absetzte, auf weitere Wasserzeit. Preuß wechselte munter durch, gönnte auch Ex-Nationalspieler Timo van der Bosch seine Ruhepausen. Van der Bosch trug sich dennoch fünfmal in die Torschützenliste ein. Die Partie verlief trotz der Neustadter Überlegenheit recht ruppig, für Weiden gab es 17 Wasserverweise und Strafwürfe, der SCN kassierte elf Strafen. Das monierte auch Preuß: „Es gab einige unnötige Hinausstellungen. Und der Ball muss von uns früher gespielt werden.“

Luis Ananias, der wegen seiner Verletzung das Spiel weitgehend von der Bank aus verfolgte, ergänzte: „Wir haben zwar hoch gewonnen, waren aber doch unkonzentriert. Neun Gegentreffer sind einfach zu viel. Und wir haben einfach keine langen Bälle im Angriff bekommen.“ Für den SCN geht es am kommenden Samstag zum Derby nach Ludwigshafen. Dann werden die SCN-Spieler auf heftigere Gegenwehr treffen. Ludwigshafen hat sein erstes Saisonspiel mit 17:11 in Fulda gewonnen.

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