Wasserball Zweite Liga: SC Neustadt erwartet Frankfurt

Thorsten Preuß gibt Anweisungen in der Mitte seiner Spieler.
Thorsten Preuß gibt Anweisungen in der Mitte seiner Spieler.

Erst sollte die Partie zwischen dem SC Neustadt und dem Frankfurter SC in der hessischen Metropole sein. Warum jetzt in Neustadt gespielt wird, weiß vor allem der SC-Trainer.

Spontanität ist Trumpf beim Wasserball-Zweitligisten SC Neustadt. Weil der Gegner 1. Frankfurter SC am Samstag kein Becken für das ursprünglich angesetzte Spiel gegen den SCN zur Verfügung hat, wird das Heimrecht getauscht. So kommt es am Samstag um 18 Uhr im Stadionbad zum Match gegen Frankfurt.

SCN-Trainer Thorsten Preuß: „Wir wollten keine zu lange Spielpause, in dem das Auswärtsspiel einfach nur abgesagt worden wäre. Unsere Spieler sind so hoch motiviert, dass sie einfach im Rhythmus bleiben wollen.“ In der Tat legt der SCN eine tadellose Saison hin und führt mit vier Siegen aus vier Spielen die Tabelle der Zweiten Liga Süd an. Die Hessen sind jetzt für Preuß allerdings „die große Unbekannte“. Denn Frankfurt hat noch kein Spiel in dieser Saison bestritten. Der SCN-Trainer weiß also kaum etwas über die aktuelle Verfassung des Gastes. Preuß: „Ich habe nur mitbekommen, dass Frankfurt zunächst in der Zweiten Liga für diese Spielzeit zurückgezogen hatte und dann doch noch gemeldet hat.“ In der vergangenen Saison beendete Frankfurt die Runde auf Rang sechs.

„Gegner nicht unterschätzen“

Für Preuß steht fest: „Wir stellen das stärkste Team auf. Wir wollen den Gegner nicht unterschätzen. Natürlich wäre eine Überlegung, den Kader umzustellen, damit auch die Spieler zum Einsatz kommen, die bislang noch außen vor waren. Wir müssen mal schauen, wer bis Samstag fit ist und zur Verfügung steht.“ Preuß bestätigt, dass der junge Spanier Sergio Roman Ramirez, der im Derby gegen Vorwärts Ludwigshafen vor zwei Wochen sein Debüt gab, eine tolle Verstärkung für den SCN ist. Falls er nicht terminlich am Samstag gebunden ist, wird er erneut spielen.

Preuß musste allerdings in den vergangenen Tagen Seelenmasseur in der eigenen Familie spielen. Sein Sohn Flynn Laux war ebenso wie Matteo Ananias in der Süd-Auswahl beim Itze-Gunst-Pokal in Bochum nominiert. Das Team aus Spielern von Nürnberg, Cannstatt und den beiden pfälzischen Spielern Laux und Flynn kam als Pokalgewinner nach Hause. Preuß: „Das ist der quasi der deutsche Meistertitel der U16.“ Preuß war als Jugendtrainer der pfälzischen Vereine als privater Zuschauer und natürlich in der Mission „Vater“ vor Ort aufmerksamer Beobachter. Sein 14-jähriger Sohn Flynn, einer der jüngsten Teilnehmer, kam allerdings nur zu zwei Kurzeinsätzen. Preuß: „Er war enttäuscht, zumal er sich bei den Vorbereitungslehrgängen relativ gut präsentiert hat. Aber ich sagte ihm „sei froh, dass du überhaupt dabei bist, andere Spieler wären froh gewesen“. Außerdem sei das ein toller Erfolg für den SCN, zwei Spieler für das Aufgebot gestellt zu haben. Preuß tröstete seinen Sohn auch damit, dass dieser bereits beim kommenden Sichtungslehrgang der U15 erneut eine Chance bekäme, sich zu präsentieren. Dann geht es für die jüngere Altersklasse, in der Flynn noch spielberechtigt ist, zum „Alves-Pokal“.

Preuß gewann aus den Spielen der Süd-Auswahl außerdem Erkenntnisse für die Männer-Runde. Denn dann ist auch der PSV Nürnberg Gegner in der Zweiten Liga. Preuß: „Der Nürnberger Trainer, der die Jugendauswahl begleitete, zeigte eine interessante Abwehrvariante. Diese könnte dann auch bei den Zweitligaspielen gegen Nürnberg auftreten.“ Doch zunächst wartet die Begegnung gegen Frankfurt im Stadionbad, Nürnberg ist erst im März zu Gast.

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