Neustadt Zur Sache: Haßlocher Ponyfarm

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1953 zog Ulrich Tettenborn von Brandenburg in die Bundesrepublik. Hier begann er nach seinem Studium zum Maschinenbauingenieur ein Studium zum Sozialpädagogen. In Mannheim gründete er 1957 einen Kinderzirkus, für den bald das erste Pony angeschafft wurde. Die Idee war, die Gemeinschaft zu fördern und erlebnisorientiert zu lernen. Nachdem weitere Ponys hinzukamen, herrschte Platznot. Durch einen Immobilienmakler wurde Tettenborn auf den Bruchhof aufmerksam, der zunächst für 400 Mark gepachtet wurde. 1965 zog er mit seiner Frau und sieben Ponys dort ein. Es hatte einige Anstrengungen erfordert, seine Ehefrau zu überzeugen: Die Wohnverhältnisse waren katastrophal. Schritt für Schritt bauten sie sich ihr Lebenswerk auf. Mit der Straßenbegradigung wurde ein Umzug auf die andere Straßenseite nötig, wo man das Grundstück erwarb und in Raten abzahlte. Tettenborn durchforstete umliegende Schrottplätze, baute ein altes Schulgebäude in Germersheim ab und später auf der Ponyfarm als Kinderpension wieder auf. Das mit der Kinderpension habe sich von selbst ergeben, sagt er. Die Kinder, die hier für die Show übten, brachten Freunde mit, die dann gegen Entgelt übernachteten. Zunächst wurde in Wohnwagen geschlafen, was das Jugendamt jedoch nicht gerne sah. So wurde die Kinderpension, die vom Landesjugendamt als pädagogisch wertvoll anerkannt wurde, aufgebaut. Ab 1970 widmete sich Tettenborn der Zucht der Dartmoorponys, die noch heute, den Großteil der Tiere auf der Farm ausmachen. Vor fast 50 Jahren rief er die arbeitsintensive „Kükengruppe“ ins Leben. Der Gedanke dahinter: schon die Drei- bis Vierjährigen an die Ponys heranführen und ihnen spielerisch den Umgang mit Pferden beibringen. Ganze Generationen haben bei ihm reiten gelernt. 1980 gründete sich der Reitverein „Ponyfarm Haßloch“. Und 1986 wurde Tettenborn sogar mit dem Staatsehrenpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. |kdn

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