Neustadt Zur Sache: Anbau für Kläranlage

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An der Kläranlage der Verbandsgemeinde Deidesheim in Niederkirchen ist ein Anbau an das bestehende Bürogebäude mit neuen, dem Arbeitsrecht entsprechenden Umkleiden, Wasch- und Sozialräumen geplant. Die alten Sanitärräume stammen noch aus der Umbauphase der Kläranlage 1996 und sind mittlerweile überholungsbedürftig. Die Arbeitsstättenverordnung verlangt getrennte Sanitärräume für Männer und Frauen. Weiter fordern die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe eine räumliche Trennung für die Aufbewahrung von Arbeits- und Straßenkleidung nach dem sogenannten Schwarz-Weiß-Prinzip. Dieses fordert, dass schmutzige, schadstoffhaltige oder verkeimte Stoffen und Gegenstände vom sauberen Bereich getrennt sein müssen. Dies kann über Umkleideräume mit Doppelspindsystemen ermöglicht werden. Bei der baulichen Trennung des Schwarz-Weiß-Bereichs gibt es zwei getrennte Umkleideräume, die über einen Waschraum verbunden sind. Der Arbeitnehmer betritt mit der Arbeitskleidung den Umkleideraum „schwarz“. Hier legt er die unreine Kleidung ab. Nach erfolgter Reinigung im Waschraum kann er im „weißen“ Umkleideraum die Privatkleidung anziehen. In der jüngsten Sitzung des Werkausschusses stellte das beauftragte Planungsbüro Peter Weisbrodt einen ersten Entwurf vor. Das Gebäude soll weitgehend energieautark mit einer Photovoltaikanlage und Solarthermie ausgestattet werden. Die Gesamtkosten kamen bei diesem Entwurf auf 695.000 Euro. Eine Summe, die dem Ausschuss zu hoch war. Diskutiert wurde, den Flur auf der Südseite schmaler zu planen. Zudem würde als Verbindung zum bestehenden Trakt anstatt eines Zwischengebäudes auch eine Überdachung ausreichen. Auf den Vorschlag von Peter Lubenau (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Deidesheim, werden sich die Werkausschussmitglieder den Plan noch einmal in Ruhe ansehen und Änderungsvorschläge bis zur nächsten Sitzung vorlegen. Dies haben die Mitglieder einstimmig beschlossen.

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