Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Zum Bericht des Rechnungshofs: Jetzt ist die Politik gefragt

Bei den Ortsbeiräten sieht der Rechnungshof ein Einsparpotenzial von 3000 Euro.
Bei den Ortsbeiräten sieht der Rechnungshof ein Einsparpotenzial von 3000 Euro.

Der Rechnungshof stellt der Stadt ein gutes Zeugnis aus. Bei Punkten wie den Ortsbeiräten muss der Rat nun Farbe bekennen.

Wenn Finanzexperten Abläufe unter die Lupe nehmen, zittern die Betroffenen. Denn oft sind Abläufe komplexer als die Schwarz-Weiß-Dokumentation. Dennoch schadet ein kritischer Blick von außen nicht. Insofern ist das Zeugnis vom Rechnungshof vorzeigbar: Die Stadt arbeitet insgesamt vernünftig, und es gibt keine gravierenden Mängel. Beim Thema Ortsbeiräte wird aber auch klar, dass der Blick durch die Finanzbrille an Grenzen stößt. Beziehungsweise: Die Politik muss die Anmerkungen zurechtrücken und ihre Position verteidigen.

Das wird nach der Sommerpause geschehen. Darauf darf man gespannt sein. Über die Größe einzelner Gremien ist zu sprechen. An ihrer Zahl, den Ortsvorstehern und der Vergütung darf aber nicht gerüttelt werden. Das wäre ein empfindlicher Schlag für alle, die sich kommunalpolitisch engagieren und würde der Stadtpolitik mehr schaden, als 3000 Euro mehr auszugeben.

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