Neustadt Zu wenige Einsatzkräfte
Für mehr Bereitschaft, Verständnis und Unterstützung warb Torsten Ritzmann, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Deidesheim, beim Jahresabschluss 2018 für das Ehrenamt. Gleichzeitig dankte er den Kameraden für die geleistete Arbeit. Außerdem wurden drei Kameraden mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes ausgezeichnet und neun Wehrleute befördert.
Nach der Begrüßung von Peter Lubenau, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG), ging Wehrleiter Ritzmann auf die Entwicklung der Feuerwehren ein. Dabei hob er auch mahnend den Finger mit Blick auf die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements bei der Feuerwehr. „Der demografische Wandel, die strukturelle Zukunftsfähigkeit, aber auch die Angleichung und Vereinheitlichung der Ausbildung wird uns weiter beschäftigen und auch zusammenführen“, sagte Ritzmann und dankte allen Kameraden und deren Angehörigen, die sich dem Gedanken verschrieben hätten: „Wir sind eine Feuerwehr.“ Der rückläufige Trend an Einsatzkräften mache auch vor der Verbandsgemeinde nicht Halt. Zwar habe die VG-Wehr mit 125 Einsatzkräften den Tiefstand aus dem Vorjahr durchbrochen, aber entsprechend den gesetzlichen Vorgaben müsse die Wehr über mindestens 154 Einsatzkräfte verfügen. „Wir werden uns Gedanken machen müssen, wie wir unsere Mitbürger für den Dienst bei der Feuerwehr motivieren können“, sagte der Wehrleiter. Eine Ausnahme bilde derzeit die Einsatzabteilung, die mit 42 Wehrleuten in der Tagesverfügbarkeit zu den personalstärksten im Landkreis Bad Dürkheim zähle. „Das muss langfristig so bleiben“, so Ritzmann. Die bisherigen Neuzugänge für die aktive Wehr seien stets aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen. Derzeit würden 42 Jugendliche ausgebildet. 2018 rückten die Wehren zu 75 Brandeinsätzen und 99 Rettungs- und Hilfeleistungen aus. Darüber hinaus wurden 33 Brandwachen in der Stadt- und VG-Halle abgehalten. „Hier muss schnellstens die bauliche Ertüchtigung der Stadthalle und der Traberger Halle durchgeführt werden, da in Sachen Brandwachen eine maximale Grenze der Belastbarkeit der Feuerwehrleute erreicht ist“, so Ritzmann. In Anwesenheit des Kreisbeigeordneten Sven Hoffmann, des Bürgermeisters Lubenau und des stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteurs Thomas Melchior wurden im Anschluss Ibrahim Özteke (Deidesheim) sowie Marc Huber und Markus Ohler (beide Meckenheim) mit dem Silbernen Ehrenzeichen für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Wehrleiter Ritzmann lobte das Engagement der drei, die mit viel Leidenschaft auch Führungsaufgaben übernommen hätten. Beim Ehrenabend kündigte er zugleich die Verabschiedung von Jürgen Schnautz aus Niederkirchen an, der nach 31 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden wird. Da Schnautz nicht anwesend sein konnte, soll die Verabschiedung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Im Gegenzug wurden zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet: Marc Eichhorn, Driana Engel, Lorenzo Engel, Noormal Ghafari, Peter Kappes, Philipp McFall, Lars Neubert, Björn Kielholz, Stefan Weisbrodt (alle Deidesheim) sowie Felix Fischer und Mario Lampert (beide Niederkirchen). Darüber hinaus wurden zum Feuerwehrmann befördert: Janis Koch (Deidesheim), Stefan Lutz (Niederkirchen); zum Oberfeuerwehrmann: Jan Malte Ehlen (Deidesheim); zum Hauptfeuerwehrmann: Lukas Reinhardt, Florian Schnautz (beide Niederkirchen), zum Löschmeister: Johannes Eichberger (Deidesheim); zum Oberlöschmeister: Jan Hock (Deidesheim); zum Hauptlöschmeister: Ibrahim Özteke (Deidesheim), und zum Brandmeister: Markus Schuler (Niederkirchen).