Neustadt Wohin mit den Bushäuschen?
Im April war der Stadtrat einem Antrag der CDU gefolgt, eine Möblierung des Busbahnhofs zu prüfen (wir berichteten). Gestern Abend stellte Martina Pauly aus der Abteilung Stadtplanung die Möglichkeiten in der Sitzung des Stadtrats vor – die Ergebnisse stellten jedoch alle Fraktionen nicht zufrieden. Somit müssen die Bürger, die auf dem Bahnhofsvorplatz auf ihre Busse warten, bei schlechtem Wetter vorerst weiter im Regen stehen. Es besteht allerdings noch Hoffnung: Jetzt soll die Umsetzbarkeit eines Vorschlags von Matthias Frey geprüft werden, den der Fraktionsvorsitzende der FDP bei der gestrigen Diskussion ins Spiel brachte. Nachdem Vertreter der Tiefbau-, Straßen- und Stadtplanungsabteilung sich vor Ort umgeschaut hätten, sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass man – wenn überhaupt – überdachte Wartehäuschen ausschließlich auf dem ersten Bussteig gegenüber dem Saalbauvorplatz aufstellen könne, informierte Pauly. Denn alle anderen Bussteige seien viel zu schmal. Zwei der Häuschen würden nebeneinander passen – allerdings sprang das große Problem bei der grafischen Darstellung allen sofort ins Auge: Es würde künftig sehr eng auf dem Bussteig zugehen. Oberbürgermeister Hans Georg Löffler (CDU) wollte dann auch gleich die Abstände wissen: 1,50 Meter vom Häuschen bis zur vorderen Bussteigkante und nur 70 Zentimeter dahinter, erklärte Pauly. „Das erscheint mir zu eng und zu gefährlich. Da müssten wir noch eine Absperrung hinmachen“, sagte Löffler. Die Fraktionen schlossen sich dieser Sichtweise an. Das Ergebnis zeige, dass die Befürchtung der SPD, dass eine Übergangslösung zum jetzigen Zeitpunkt „nicht praktikabel“ ist, absolut gerechtfertigt gewesen sei, sagte SPD-Fraktionschef Pascal Bender. Die Sozialdemokraten hatten den CDU-Antrag in der April-Sitzung des Stadtrats deshalb auch abgelehnt. Bender wiederholte seine damalige Forderung: Lieber ein Gesamtkonzept für den Bahnhofsvorplatz vorantreiben, anstatt „Stückwerk, das Geld kostet“ zu betreiben. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Clemens Stahler gab zu bedenken, dass man ja „einen Masterplan“ für den Bahnhofsvorplatz habe, dass dessen Umsetzung aber noch Jahre in Anspruch nehme. Und solange müssten die Bürger dann am Busbahnhof im Regen stehen, das führe bei ihnen verständlicherweise zu Ärger. Das Aufstellen von Wartehäuschen solle ja nun „kein Riesenprojekt“ sein, man müsse weiter überlegen, vielleicht finde sich doch noch eine Lösung. Die lieferte dann möglicherweise Matthias Frey: Man könne die Bushäuschen doch auf dem westlichen Bürgersteig platzieren, vom Busbahnhof aus gesehen in Richtung Hauptpost vor den dortigen Parkplätzen. „Da könnte man doch bestimmt zwei oder drei davon hinstellen, und die stören dann sogar beim Weinlesefest nicht“, sagte der FDP-Chef. Man könne sie dort bedenkenlos während der Festzeit stehen lassen, da sie niemanden störten, während die auf dem Bussteig jeweils abgebaut werden müssten. Frey entlockte Stahler damit ein spontanes „Ja“ – und alle Fraktionen unterstützten den Vorschlag. Sie votierten einstimmig dafür, dessen Umsetzbarkeit zeitnah zu prüfen.