Neustadt Wochenspiegel:
Beim Naturpark Schöntal fehlt es mittlerweile nicht mehr am guten Willen. Ob der Park eine Zukunft als Freizeitanlage hat, hängt indes in entscheidendem Maß davon ab, ob es gelingt, die Gastronomie wiederzubeleben. Das Haus ist in Privatbesitz, die Stadt hat da nur sehr begrenzt Einflussmöglichkeiten. Eins ist klar: Ein möglicher Pächter müsste bei Null anfangen. Dort Gewinne zu erwirtschaften, dürfte ein schwieriges Unterfangen sein. Wenn aber die Voraussetzungen für eine Wiederbelebung der Gastronomie nicht da sind, ist es sinnlos, größere Summen an Steuergeldern in den Park zu investieren. Da gibt es andere Projekte, die der Stadt mehr bringen. Es war zwar nicht diese Woche, aber nur ganz knapp davor. Bei der Wahl der Pfälzischen Weinkönigin vorvergangenen Freitag im Saalbau gab es eine Tischrunde, die im Auge des Betrachters für großes Wohlgefallen sorgte: Die bisherigen Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters an einem Rund vereint. Dass sich Ingo Röthlingshöfer (CDU) und Pascal Bender (SPD) – derart positioniert – trotzdem nicht schwer damit taten, einen netten Abend zu verbringen, überraschte nicht. Schließlich verstehen sie sich auch sonst gut. Dass indes Röthlingshöfer und FWG-Kandidat Marc Weigel – ja, jener, der 2014 die Koalition mit der CDU aufgekündigt hatte – auch angeregte Gespräche mit dem ein oder anderen Lacher führten, war einfach schön anzusehen. Sogar Wein und Wasser wurden brüderlich geteilt. Oberbürgermeister Hans Georg Löffler wäre das, hätte er sich an seinem vorderen Tisch umdrehen dürfen, mit Sicherheit runtergegangen wie Öl. Schließlich stellt er jene Tischrunden zusammen, die weniger gesellschaftlich denn politisch geprägt sind. Und da Bender schon eine Reservierung für Tisch 24 hatte, setzte der OB die anderen beiden einfach dazu, wie er auf Nachfrage gern erklärte. Auf dass sich keiner benachteiligt fühle. Aber ein bisschen Spaß wird Löffler dabei auch gehabt haben ... Wo der Spaß für viele aber aufhört, ist bei der AfD und ihrem Blick auf das Hambacher Schloss. Dazu hat sich SPD-Chef Bender klar positioniert. Sollte das Verwaltungsgericht der AfD darin Recht geben, dass ihr ein Pachtvertrag ohne Auflagen zusteht und sollte es mit einer AfD-Veranstaltung am 28. Oktober dann noch klappen, will auch die SPD hoch hinauf. Gerne gemeinsam mit anderen. Wie’s weitergeht, wird die nächste Woche zeigen.