Neustadt Wiedereröffnung wohl im Oktober
Die Sanierung der ehemaligen Deidesheimer Synagoge sollte im Juli beendet sein, im Inneren des Gebäudes wird jedoch nach wie vor gearbeitet. Benedikt Renner, Mitarbeiter der Abteilung Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim, hofft nun, dass die Arbeiten spätestens im Oktober fertig sind. Bei der Sanierung werden die bei einem Brand am 21. August 2016 entstandenen Schäden behoben. Beschädigungen am Verputz im Inneren des Gebäudes nennt Renner als Grund für die Verzögerung. Die seien wahrscheinlich bei den Löscharbeiten beim Brand entstanden. Entdeckt wurden sie erst, als im Juli mit den Malerarbeiten im Innenraum begonnen werden sollte. Man habe gewusst, dass es einige Schadstellen im Putz gibt, sagt Renner. Als diese im Juli behoben werden sollten, hätten die Mitarbeiter des Malerbetriebs festgestellt, dass die Beschädigungen weitaus größer sind als gedacht. So seien Hohlstellen vorhanden und der Verputz sei an mehreren Stellen locker. „Man konnte den Verputz mit der Hand bewegen, er hatte keine Verbindung mehr zur Wand“, erklärt Renner. Deshalb habe der Verputz an mehreren Stellen im Inneren des Gebäudes abgeschlagen werden müssen. Da Feuchtigkeit in diesen Bereichen war, mussten sie erst einmal abtrocknen. An den Wänden sei dies inzwischen geschehen, so dass diese nun frisch verputzt und gestrichen werden konnten. Am Sockel gebe es jedoch nach wie vor feuchte Stellen. Renner hofft, dass auch hier bald mit den Malerarbeiten begonnen werden kann. Inzwischen sei man jedenfalls so weit, dass das Gerüst im Inneren der ehemaligen Synagoge in dieser Woche abgebaut werden kann. Ebenfalls in dieser Woche soll nach Angaben von Renner die provisorische Bautür entfernt und die historische Eingangstür wieder eingebaut werden. Die war ausgebaut und gelagert worden, damit sie bei der Sanierung nicht beschädigt wird. Eventuell müsse die Tür noch gestrichen werden, sagt Renner. Auch stehe die Erneuerung der Glasüberdachung am Eingang noch aus, berichtet Renner. Mit den Arbeiten an den beim Brand entstandenen Schäden war im Februar begonnen worden. Die Suche nach der Brandursache, die letztendlich erfolglos war, Verhandlungen mit der Brandversicherung und dem Denkmalamt sowie der erforderliche Bauantrag werden als Gründe dafür genannt, dass es eineinhalb Jahre bis zum Sanierungsbeginn dauerte. Vermutet wird, dass Funken von einem Grill in einer Ausschankstelle der Deidesheimer Weinkerwe die Ursache für den Brand waren. Bei dem Brand wurden das Dach und der Dachstuhl des seit 1987 unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes stark beschädigt. Vor allem durch das Löschwasser wurden jedoch auch weitere Teile der ehemaligen Synagoge schwer in Mitleidenschaft gezogen. In den vergangenen Monaten wurde das Dach komplett erneuert, die Außenfassade frisch gestrichen, die Decke im Inneren erneuert und die beim Brand ebenfalls beschädigte Heizung repariert.