Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Weinlesefest: Er sorgt für den Glanz im Spiegelpalast

TKS-Veranstaltungsmanager Frank Weisenburger sorgt dafür, dass der Spiegelpalast des Weinlesefests pünktlich bereit ist für Musi
TKS-Veranstaltungsmanager Frank Weisenburger sorgt dafür, dass der Spiegelpalast des Weinlesefests pünktlich bereit ist für Musik, Wein und Besucherströme.

Das Deutsche Weinlesefest beginnt für Frank Weisenburger gedanklich spätestens im Frühjahr: Als Organisator des Spiegelpalasts koordiniert er Helfer, Technik und Ablauf.

Am Montag kurz vor 12 Uhr haben vier Mitarbeiter einer belgischen Spezialfirma auf dem Hetzelplatz losgelegt: 24 Stunden später steht der Spiegelpalast „Bon Vivant“ für das w.i.n.e. Festival, das vom 2. bis 13. Oktober Schauplatz eines vielseitigen Programms sein wird. „Normalerweise kommen mehr Facharbeiter, aber die zweite Crew musste parallel nach Südafrika“, erzählt Frank Weisenburger, TKS-Veranstaltungsmanager und für den Spiegelpalast beim Weinlesefest verantwortlich.

Den Belgiern, die unter anderem auch den Palazzo Mannheim stellen, sei es auch mit weniger Mann „faszinierend schnell und effizient“ gelungen, den kleinsten Palast in ihrem Repertoire aufzubauen. Nur die drehende Sichel-Statur musste die Stadt für den Aufbau ausschalten, der Rest ist laut Weisenburger keine Herausforderung, da durch jahrelange Erfahrung alle genau wissen, wo welches Kabel und welcher Anschluss hingehören. Ob alles korrekt und sicher steht, kontrolliert im Anschluss die städtische Baubehörde.

Lange Tage, kurze Nächte

Anpassungen gebe es jedes Jahr, sagt Weisenburger. So habe man beispielsweise schon vergangenes Jahr die Neustadt Bar um etwa anderthalb Meter nach vorne verschoben, um dahinter mehr Platz zum Lagern zu haben. Auch die zwei Kühlwagen wurden an Spiegelpalast und ehemalige Citylounge verlegt, um einerseits für eine bessere Erreichbarkeit für die Helfer und andererseits ein offeneres Konzept mit mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen.

In der Vorbereitung mit der Sortierung der 106 Weine – 38 aus Neustadter Lagen – und der Anlieferung sei alles durchgetaktet, „stressiger wird’s, wenn die Veranstaltung läuft“, weiß Weisenburger. Am 2. Oktober, wenn der DJ-Bus mit Didi(de) mit House-Musik die Massen auf den Hetzelplatz locke, müsse nach Mitternacht alles umgebaut werden, damit am nächsten Morgen um 11 Uhr der Sparkling Wine Day pünktlich starten kann. „Ich bin dann bis nachts um 2 Uhr unterwegs und ab 8 Uhr wieder vor Ort. Ruhigere Abende gibt es eher unter der Woche.“

50 Helfer, 200 Schichten

Über die letzten Jahre wurde Weisenburger zufolge ein Pool aus rund 50 Aushilfskräften aufgebaut, die veranstaltungserfahren sind und sich die knapp 200 Schichten an Kasse, Ausschank und als Springer rund um den Spiegelpalast aufteilen. Fällt jemand aus, springt der Chef oft selbst ein, bis Ersatz gefunden ist. „Bisher haben wir noch kein Angebot wegen Helfermangel zulassen müssen.“ Was passieren kann: dass ein Wein ausgeht. „Wir checken jeden Tag die Bestände und schauen, ob und wo Nachbestellungen möglich sind oder ein adäquater Ersatz gefunden werden kann.“ Den Spiegelpalast hält Weisenburger für einen wichtigen Teil des Weinlesefests: „Wir haben da eine andere Kultur als bei den Haiselschern und zeigen über den Schorle-Tourismus hinaus die Bandbreite und Vielfalt Neustadts und der Pfalz.“

Dienstags nach dem Fest wird die städtische Ausstattung aus dem Palast entfernt, abends gibt es laut Weisenburger eine Abschlussbesprechung beim internen Helferfest, bei dem das Personal Rückmeldung gibt und offene Restweine geleert werden. „Während des Fests gibt es immer wieder Momente, die man genießen kann, aber es stehen alle unter Strom. Beim Helferfest spüren wir, wir haben’s wieder geschafft.“ Mittwochs bauen die Belgier den Palast wieder ab. „Das geht meist schneller als der Aufbau, oft ist mittwochsabends alles weg.“

Alles Wichtige zum Weinlesefest finden Sie hier.

Welche Verkehreinschränkungen während des Fests nötig sind, lesen Sie hier.

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