Neustadt Weincampus-Erstis lernen ihre neue Heimat kennen
„Auch an anderen guten Hochschulen kann man Weinbau studieren, aber der Campus in Neustadt vereint Theorie und Praxis einfach am besten“, sagt Carolin Müller. Sie gehört zu den knapp 40 Studierenden, die nun am Weincampus in Mußbach in ihr erstes Semester starten. Wie viele andere Studenten kommt auch sie aus einer klassischen Winzerfamilie. Der Berufswunsch Winzerin kam bei ihr allerdings erst während der Pandemie auf. „Ich habe in dieser Zeit zu Hause immer mehr mitgeholfen, und auch die vielen Online-Weinproben haben mein Interesse geweckt“, erzählt Müller.
Aber nicht alle Studierenden sind mit engem Bezug zum Weinbau aufgewachsen. „Obwohl ich nicht aus einer Winzerfamilie komme, finde ich den Weinbau super spannend“, erzählt Mark Hauschild aus Weimar. Im Endeffekt sei der familiäre Hintergrund auch egal, denn die „Liebe zum Wein“ VERBINDE die Studenten alle miteinander.
Offizieller Empfang der Studenten
Am Donnerstagabend empfing Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) die Studenten ganz offiziell im Rathaus. „Ich freue mich immer, den neuen Jahrgang kennenzulernen“, sagte Weigel. Besonders sei für ihn natürlich, wenn er wie an diesem Abend bekannte Gesichter unter den Studenten entdecke, die er in seiner Zeit als Lehrer selbst unterrichtet habe. Auch der Leiter des Dualen Studiengangs „Weinbau und Oenologie“, Dominik Durner, ist mit von der Partie. Wichtig ist ihm, den Studenten mitzugeben, dass sie einen Weg finden sollen „sich mit Neustadt und der Umgebung zu identifizieren“.
Den Weincampus und den Weinbau weiterzuentwickeln, sei eine Gemeinschaftssache. „Nehmt in den nächsten vier Jahren so viele Erfahrungen aus Neustadt mit wie nur möglich“, so Durner. Dieser Appell richtete sich wohl besonders an die Nicht-Pfälzer: Neben 19 Rheinland-Pfälzern finden sich unter den Studenten auch einer aus Luxemburg sowie einer aus der Slowakei. Aber auch junge Leute aus Stuttgart, Augsburg, Berlin, Kiel und Köln sind dabei.
Reise zu den schönsten Ecken Neustadts
Damit die Neubürger einen Eindruck von ihrem Wohnort bekommen, wurde für den Jahrgang eine Führung mit der Tourist, Kongreß und Saalbau GmbH (TKS) organisiert. Mit der Stiftskirche, dem Paradiesbrunnen und den beeindruckenden Fachwerkhäusern in Neustadt lernen sie schon mal einen Teil der schönen Ecken in der Innenstadt kennen. „Bisher gefällt mir die Stadt sehr gut. Durch den Umzug, hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, mir alles anzuschauen“, sagt Thomas Koennen. Aber auch die gebürtigen Neustadter hören aufmerksam bei der Führung zu. Schließlich gibt es in der Stadt, in der die Studenten nun über vier Jahre abwechselnd am Campus in Mußbach und in einem Weingut arbeiten, neben Wein noch vieles anderes zu entdecken.