Meinung
Wasserball-Zweitligist SC Neustadt zeigt eine neue Härte
Normalerweise werden Trainer „gegangen“, wenn sie keine Erfolge haben. Thorsten Preuß war aber erfolgreich. Er war immer nah am Team und nahm oft Rücksicht auf verletzte Spieler, auf berufsbedingte oder gar private Fehlzeiten im Training und bei Spielen.
Für die neue Zweite Bundesliga mit starken Gegnern muss sich die Mannschaft – selbst wenn es nicht zum Trainerwechsel gekommen wäre – erheblich steigern. Ein „weiter so“ mit angezogener Handbremse ist nicht angebracht. Vielleicht kann so der überraschende Wechsel für eine neue Philosophie sorgen. Manager Heinz zeigt klare Kante, jetzt liegt es am neuen Coach Milos Sekulic, gegenüber der Mannschaft stetige Trainingsteilnahme anzumahnen.
Der neue Übungsleiter muss jedoch Präsenz zeigen. Das war in der Ära vor Preuß bei Trainern mit langem Anfahrtsweg nicht immer gegeben. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass in der „Wasserball-Provinz“ Neustadt ebenfalls eine gewisse Härte in der Personalpolitik Einzug gehalten hat. Ob dies zum Erfolg führt, wird die neue Saison zeigen.
