Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum der SC Neustadt erst am Samstag feiern will

So sehen Sieger aus: die Männer des SC Neustadt nach ihrem Pokalerfolg in Ludwigshafen. Viel gefeiert haben sie den Pokalerfolg
So sehen Sieger aus: die Männer des SC Neustadt nach ihrem Pokalerfolg in Ludwigshafen. Viel gefeiert haben sie den Pokalerfolg allerdings nicht.

Eigentlich hat Zweitligist SC Neustadt schon einen Grund zu feiern. Er wartet aber mit der Party bis Samstag. Das Essen dafür wird erst kurzfristig bestellt.

Vielleicht feiert das Zweitliga-Wasserball-Team des SC Neustadt am Samstag so richtig: Denn den Sieg im Finale um den süddeutschen Wasserball-Pokal am vergangenen Sonntag in Ludwigshafen haben die Mannen von Trainer Thorsten Preuß nicht besonders zelebriert. Denn die Saison des SCN ist noch nicht so ganz beendet. Am kommenden Samstag ist um 18 Uhr im Stadionbad zum letzten Heimspiel dieser Saison Friedberg zu Gast.

„Gewinnen wir gegen Friedberg, sind wir sicher Meister der Zweiten Liga Süd. Dann sind wir durch“, sagt Coach Preuß. Doch der SC Neustadt ist gewarnt. Im Final Four machten die Friedberger gegen Gastgeber WSV Vorwärts Ludwigshafen ein gutes Spiel und unterlagen nur mit 9:10. Der SCN wiederum hatte das Hinspiel in Friedberg im Februar mit 12:7 gewonnen. Preuß muss mit Flynn Laux, Matteo Ananias und Torwart Joona Vagts auf drei Spieler der U18-Generation verzichten, die am Wochenende für den SCN im Platzierungsturnier der Junioren gefordert sind.

Held gesperrt?

Immerhin müsste Kapitän Matthias Held an Bord sein. Er hatte im Pokalfinale in Ludwigshafen die Rote Karte gesehen. „Wir wissen noch nicht, ob er überhaupt gesperrt wird. Und wenn ja, ob das nur in der Pokalrunde gilt. Das müssen wir erst mal noch klären“, berichtet Preuß. Gegen Ende der Partie sei es zu hoch geschaukelten Emotionen über einige Schiedsrichterpfiffe gekommen. Die Handlungen der SCN-Spieler hätten sich auch gar nicht gegen ihre Gegner gerichtet, sondern hätten Missfallen gegenüber den Schiedsrichtern ausgedrückt. Und das werde eben streng geahndet, sagt Thorsten Preuß.

Zum Pokalfinale selbst hat er noch einige Anmerkungen zu erzählen. „Wir haben einfach viele Chancen erarbeitet, die Abwehr war sehr gut, der Angriff vielleicht zu unkonzentriert oder der Schütze wollte es besonders genau machen. So kam es zu vielen Lattenknallern. Wir waren zu präzise“, sagt er.

Essen wird bestellt

Über den ersten wichtigen Sieg dieser Saison habe man sich gefreut. Man habe einen schönen großen Pokal bekommen, aber nun wolle die Mannschaft auch noch die Meisterschaft sichern. Danach ist, sollte der Plan aufgehen, eine kleine Feier im Clubheim vorgesehen. Preuß: „Wir bestellen uns dann was. Aber bestellt wird erst nach dem Spiel ...“ Der Trainer des SCN ist vorsichtig geworden. Denn in der Vorsaison war der SC Neustadt ebenfalls lange Zeit auf Meisterkurs, bevor er dann nach einigen Niederlagen aus dem Gleis geraten war.

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